Datum04.05.2026 16:45
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Präsident der IHK Erfurt, Peter Zaiß, kritisiert die wirtschaftspolitische Bilanz der Bundesregierung nach einem Jahr als ernüchternd. Er bemängelt vertagte Entscheidungen und fehlende Fortschritte im betrieblichen Alltag. Unternehmen fordern mehr Planungssicherheit, Bürokratieabbau, schnellere Verfahren und niedrigere Energiepreise. Zaiß plädiert für flexiblere Arbeitszeitregelungen sowie Entlastungen bei Lohnfortzahlungskosten und ruft die Regierung zu unbequemen Reformen auf.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Hohe Erwartungen“. Lesen Sie jetzt „Kammer-Präsident: Bilanz der Bundesregierung ernüchternd“. Der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, Peter Zaiß, hat die wirtschaftspolitische Bilanz der Bundesregierung nach einem Jahr als ernüchternd kritisiert. "Diese Bundesregierung ist bislang nicht die versprochene wirtschaftspolitische Wende, sondern vor allem eine Regierung der vertagten Entscheidungen", erklärte Zaiß in Erfurt. Die Unternehmen erwarteten von der Regierung aus Union und SPD mehr Planungssicherheit, Reformtempo und spürbare bürokratische Entlastungen. "Für die Unternehmen zählt am Ende nicht, was angekündigt wird, sondern was im betrieblichen Alltag tatsächlich besser wird. Und genau dieser Fortschritt bleibt bislang aus", sagte Zaiß. Erwartet würden ein Moratorium für neue Regulierungen, konsequenter Bürokratieabbau, keine Verschärfungen des europäischen Rechts durch deutsche Regelungen sowie deutlich schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren und niedrigere Energiepreise. Der Kammerpräsident plädierte außerdem für flexiblere Arbeitszeitregelungen mit mehr betrieblichem Spielraum oder eine Entlastung bei den Kosten der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Die Bundesregierung müsse "den Mut haben, auch unbequeme Reformen anzupacken." © dpa-infocom, dpa:260504-930-32840/1