Datum04.05.2026 15:59
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Wolfsburg wurden die Ermittlungen gegen einen 21-jährigen Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung nach dem Tod eines 16-jährigen E-Scooter-Fahrers aufgenommen. Der Jugendliche wurde in einem Gebüsch gefunden, nachdem sein E-Scooter mit dem Auto kollidiert war. Der stark beschädigte Roller wurde zunächst allein aufgefunden. Die Ermittlungen ergaben, dass das Auto den E-Scooter mitgeschleift und den Fahrer in das Gebüsch geschleudert hatte, wo er nicht entdeckt wurde. Der Autofahrer, der leichte Verletzungen erlitt, hatte einen negativen Alkoholtest, fuhr aber mutmaßlich zu schnell und verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Toter im Gebüsch gefunden“. Lesen Sie jetzt „Ermittlungen gegen Autofahrer nach Tod von E-Scooter-Fahrer“. Nach dem Auffinden eines tödlich verunglückten 16 Jahre alten E-Scooter-Fahrers ermittelt die Polizei gegen einen 21 Jahre alten Autofahrer wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Eine Passantin hatte den Leichnam Sonntagmittag in Wolfsburg in einem Gebüsch entdeckt. Der Unfall hatte sich bereits in der Nacht zuvor ereignet. Die vom Autofahrer alarmierte Polizei hatte zwar einen stark beschädigten E-Scooter an der Unfallstelle gefunden - aber keinen Menschen, der ihn benutzt hatte. Inzwischen hätten die Ermittlungen ergeben, dass das Auto den E-Scooter nach dem Zusammenstoß noch rund 30 Meter mitgeschleift habe, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig mit. Der Auffindeort des Rollers sei somit nicht der Unfallort gewesen. Der 16-Jährige sei nach dem Unfall rund 20 Meter weit in dichtes Buschwerk geschleudert worden. In der Nacht sei er dort nicht zu erkennen gewesen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Autofahrer wegen überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen Pkw verloren hatte. Nach Polizeiangaben war er in einer Kurve von der Straße abgekommen, gegen eine Straßenlaterne geprallt und mit dem E-Scooter zusammengestoßen. Da die Kollision vermutlich mit dem Heckbereich des Pkws erfolgt sei, habe der Fahrer das Opfer möglicherweise nicht wahrgenommen, betonte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Auch die Polizeibeamten vor Ort hätten keine Hinweise auf den E-Scooter-Fahrer erhalten. Zur Feststellung der genauen Todesursache soll der Leichnam obduziert werden. Der Autofahrer war bei dem Vorfall leicht verletzt worden. Ein freiwillig durchgeführter Alkoholtest bei dem 21-Jährigen war negativ. © dpa-infocom, dpa:260504-930-32501/1