Datum04.05.2026 14:37
Quellewww.zeit.de
TLDRVier Migranten wurden tot nahe der kroatisch-slowenischen Grenze aufgefunden, zwei weitere kamen ins Krankenhaus. Die Gruppe gab an, unter unmenschlichen Bedingungen in einem Lastwagen transportiert worden zu sein, bevor der Fahrer floh. Kroatien leitet Ermittlungen ein. Diese Tragödie unterstreicht die Gefahren auf der Balkanroute und den Mangel an legalen Fluchtwegen in die EU. Seit 2014 starben auf dieser Route bereits über 400 Menschen.
InhaltAuf der Balkanroute nach Europa sind mehrere Migranten gestorben, weitere wurden ins Krankenhaus gebracht. Kroatiens Polizei leitete eine Untersuchung der Umstände ein. Nahe der Grenze zu Slowenien hat die kroatische Polizei vier Migranten tot aufgefunden. Zwei weitere Personen habe die Polizei wegen schwerer gesundheitlicher Probleme in ein Krankenhaus gebracht, teilte die kroatische Polizei mit. 13 weitere Menschen seien in Gewahrsam genommen worden. Die Umstände werden demnach untersucht. Die Menschen gaben laut Polizei an, unter "unmenschlichen Bedingungen" in einem Lastkraftwagen untergebracht gewesen zu sein. Ein Unbekannter habe die Gruppe in die Nähe des Dorfs Donje Prilisce rund 70 km südwestlich von Zagreb gefahren und sei anschließend geflüchtet. Die Polizei leitete Untersuchungen zur Todesursache der vier Personen ein, zu denen bislang keine weiteren Details bekannt sind. Auf der Balkanroute gibt es immer wieder Vorfälle mit Migrantengruppen, die von sogenannten "Schleppern" unter schwierigen Bedingungen transportiert und in Gefahrensituationen ausgesetzt werden. Es gibt derzeit quasi keine legalen Fluchtrouten in die Europäische Union (EU). Kroatien ist ein wichtiges Transitland für Migranten auf dem Weg in den Westen der EU. Doch sie ist auch gefährlich: Bereits Anfang des Jahres war ein Chinese gestorben, als ein Boot mit Migranten kenterte, das auf einem Fluss von Bosnien nach Kroatien unterwegs war. Im April wurden 30 Menschen aus einer Sumpfregion im Grenzgebiet zwischen Bosnien und Kroatien gerettet. Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) kamen auf der Balkanroute seit 2014 bereits mehr als 400 Menschen ums Leben.