Datum04.05.2026 11:44
Quellewww.zeit.de
TLDRDie geplante Integration von Volkswagen Sachsen in die Volkswagen AG hat sich verzögert. Ursprünglich für Jahresende vorgesehen, benötigt die Umstellung von Systemen mehr Zeit. Etwa 10.000 Mitarbeiter in Zwickau, Chemnitz und Dresden warten auf Arbeitsverträge der Muttergesellschaft. Die Verzögerung hat laut VW keine materiellen Auswirkungen auf die bereits tariflich gleichgestellten Mitarbeiter. VW kämpft mit Überkapazitäten und Stellenabbau in deutschen Werken, was auch sächsische Standorte betrifft.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Auto“. Lesen Sie jetzt „VW-Integration der Ost-Werke verzögert sich“. Die Mitarbeiter von Volkswagen in Sachsen müssen um die für Jahresende geplante Integration in die Volkswagen AG bangen. "Durch die notwendige Umstellung zahlreicher Systeme in der Volkswagen AG kam es in den vergangenen Monaten zu Verzögerungen, sodass der Prozess mehr Zeit in Anspruch nehmen wird als ursprünglich geplant", teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Darüber hatte zuvor das "Handelsblatt" berichtet. Die Volkswagen Sachsen GmbH mit ihren drei Standorten in Zwickau, Chemnitz und Dresden firmiert bisher als eigenständiges Unternehmen. Allerdings ist per Tarifvertrag eine Integration in die Muttergesellschaft vereinbart. Es werde nach einer Lösung gesucht, um den Beschäftigten in Sachsen zum 1. Januar einen Arbeitsvertrag der Volkswagen AG anzubieten, hieß es. Betroffen sind rund 10.000 Mitarbeiter. Dazu gebe es intensive Gespräche zwischen Unternehmen und der Arbeitnehmerseite. Am Montag sollte dazu auch der Aufsichtsrat von Volkswagen Sachsen tagen. Materielle Auswirkungen hätten die Verzögerungen für die VW-Mitarbeiter in Sachsen nicht, hieß es auf Nachfrage. Sie sind den Angaben zufolge ihren Kollegen an den westdeutschen Standorten bereits tariflich gleichgestellt. Das gelte für die Entlohnung ebenso wie für der 35-Stunden-Woche. Der Autobauer Volkswagen hat mit Überkapazitäten an seinen deutschen Werken zu kämpfen und baut bundesweit 35.000 Stellen bei der Kernmarke ab. Das trifft auch die Standorte in Sachsen. So wurde in der Gläsernen Manufaktur in Dresden die Fahrzeugproduktion eingestellt. In der Zwickauer E-Auto-Fabrik wird nur noch in zwei Schichten produziert und es sollen Modelle an andere Standorte abgegeben werden. © dpa-infocom, dpa:260504-930-30716/1