Datum04.05.2026 11:12
Quellewww.spiegel.de
TLDRIran hat fünf weitere Personen hingerichtet, darunter drei im Zusammenhang mit den Massenprotesten und angeblichen Verbindungen zu Israel. Letztere sollen an einer Verschwörung mit Israel beteiligt gewesen sein. Zuvor waren bereits zwei Männer wegen Spionage für Israel hingerichtet worden. Menschenrechtsgruppen kritisieren Irans harte Vorgehensweise und den exzessiven Einsatz der Todesstrafe zur Einschüchterung von Kritikern. Die Zahl der Hinrichtungen im Iran ist auf einem Rekordhoch.
InhaltIran hat binnen weniger Tage fünf weitere Menschen hingerichtet. Drei von ihnen wurden laut Justiz im Zusammenhang mit den Massenprotesten und angeblichen Verbindungen zu Israel exekutiert. In Iran sind fünf weitere Menschen in kurzer Folge hingerichtet worden. Drei Männer seien am frühen Morgen im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar hingerichtet worden, berichtet die mit der iranischen Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan . Den Männern werde vorgeworfen, in der Stadt Maschhad im Nordosten des Landes, an Protesten teilgenommen und an einer Verschwörung mit Verbindungen zu Israel beteiligt gewesen zu sein. Erst am Samstag hatte Iran zwei Männer hingerichtet. Der oberste Gerichtshof habe die Todesurteile wegen der Spionage für Israel und Kooperation mit dem israelischen Geheimdienst bestätigt, hieß es ebenfalls bei Misan. Die Männer hätten demnach vertrauliche Informationen weitergegeben. Seit Kriegsbeginn geht Irans Justiz mit äußerster Härte gegen Kritiker vor. Mehrere Männer wurden seitdem bereits wegen mutmaßlicher Spionage für Israel hingerichtet. Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Langem den Einsatz der Todesstrafe in Iran. Sie werfen den Behörden vor, Hinrichtungen vor allem als Mittel der Einschüchterung zu nutzen. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Menschenrechtsnetzwerks HRANA mehr als 2000 Menschen hingerichtet – so viele wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Menschen in Iran bangen: Werden die Gespräche über ein Ende des Kriegs wieder aufgenommen? Hier berichten Iranerinnen und Iraner über wirtschaftliche Not, Staatsterror – und ihre Angst vor einer noch düstereren Zukunft.