Datum04.05.2026 10:44
Quellewww.zeit.de
TLDR2024 verzeichnete Deutschland mit 33 Prozent die höchste Kaiserschnittrate seit der Wiedervereinigung. Hessen liegt mit 35,6 Prozent an dritter Stelle, hinter Hamburg (36,4 %) und dem Saarland (35,9 %). Die Kaiserschnittrate hat sich seit 1991 mehr als verdoppelt. Dies spiegelt signifikante regionale Unterschiede in der Geburtshilfe wider. Der Internationale Hebammentag am 5. Mai rückt die Rolle der Hebammen und die Geburtshilfe in den Fokus.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Internationaler Hebammentag“. Lesen Sie jetzt „Hessen hat dritthöchste Kaiserschnittrate“. In Hessen ist die Kaiserschnittrate besonders hoch. Noch nie seit der Wiedervereinigung wurden bundesweit mehr Kinder in Kliniken per Kaiserschnitt geboren. Mit 33 Prozent erreichte der Anteil der Kaiserschnitte an den Klinik-Geburten den seither höchsten Wert, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. "In Bezug auf die Geburtshilfe gibt es in Deutschland große regionale Unterschiede", so die Statistiker. Am höchsten war der Anteil der Entbindungen per Kaiserschnitt in Hamburg mit 36,4 Prozent. Es folgte das Saarland mit einer Kaiserschnittrate von 35,9 Prozent und Hessen mit 35,6 Prozent. Den niedrigsten Anteil von Kaiserschnitten an den Klinik-Geburten gab es in Sachsen (27,4 Prozent), gefolgt von Brandenburg (27,6 Prozent) und Berlin (29,9 Prozent). 654.600 Frauen haben 2024 in deutschen Krankenhäusern entbunden, 215.900 von ihnen per Kaiserschnitt. Seit 1991 hat sich die Kaiserschnittrate der Statistik zufolge mehr als verdoppelt: Damals waren nur 15 Prozent aller Klinikgeburten ein Kaiserschnitt. Am 5. Mai ist der Internationale Hebammentag. © dpa-infocom, dpa:260504-930-30344/1