Datum04.05.2026 10:26
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Kaiserschnittrate in deutschen Kliniken hat mit 33 Prozent einen Höchststand seit der Wiedervereinigung erreicht. Rheinland-Pfalz liegt mit 33,3 Prozent im Mittelfeld, während Hamburg die höchste und Sachsen die niedrigste Rate aufweist. Dies beleuchtet regionale Unterschiede in der Geburtshilfe. Der Internationale Hebammentag am 5. Mai wirft ein Schlaglicht auf diese Entwicklungen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Internationaler Hebammentag“. Lesen Sie jetzt „Rheinland-Pfalz bei Kaiserschnittrate im Mittelfeld“. Noch nie seit der Wiedervereinigung sind bundesweit mehr Kinder in Kliniken per Kaiserschnitt geboren worden. Mit 33 Prozent erreichte der Anteil der Kaiserschnitte an den deutschen Klinik-Geburten den seither höchsten Wert, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Rheinland-Pfalz liegt im Mittelfeld. "In Bezug auf die Geburtshilfe gibt es in Deutschland große regionale Unterschiede", so die Statistiker. Am höchsten war der Anteil der Entbindungen per Kaiserschnitt in Hamburg mit 36,4 Prozent. Es folgte das Saarland mit einer Kaiserschnittrate von 35,9 Prozent und Hessen mit 35,6 Prozent. Den niedrigsten Anteil von Kaiserschnitten an den Klinik-Geburten gab es in Sachsen (27,4 Prozent), gefolgt von Brandenburg (27,6 Prozent) und Berlin (29,9 Prozent). In Rheinland-Pfalz beträgt der Anteil laut Statistischem Bundesamt 33,3 Prozent. 654.600 Frauen haben 2024 in deutschen Krankenhäusern entbunden, 215.900 von ihnen per Kaiserschnitt. Seit 1991 hat sich die Kaiserschnittrate der Statistik zufolge mehr als verdoppelt: Damals waren nur 15 Prozent aller Klinikgeburten ein Kaiserschnitt. Am 5. Mai ist der Internationale Hebammentag. © dpa-infocom, dpa:260504-930-30230/1