Nationalpark Böhmische Schweiz: Brand nahe Sachsen nicht unter Kontrolle - Hoffen auf Regen

Datum04.05.2026 09:11

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Waldbrand im Nationalpark Böhmische Schweiz bei Sachsen breitet sich nicht aus, ist aber außer Kontrolle. Über 400 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen in dem beliebten Touristengebiet. Erschwert wird der Einsatz durch Hitze, Trockenheit und Wind. Internationale Unterstützung ist vor Ort. Man hofft auf Regen ab Dienstag, um das Feuer zu löschen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nationalpark Böhmische Schweiz“. Lesen Sie jetzt „Brand nahe Sachsen nicht unter Kontrolle - Hoffen auf Regen“. Der Waldbrand im tschechischen Nationalpark Böhmische Schweiz nahe der Grenze zu Sachsen breitet sich aktuell nicht weiter aus. Nach Angaben der Behörden ist er aber bisher nicht unter Kontrolle. "Das Wetter ist unberechenbar", schrieb die Feuerwehr bei X. Es müsse mit Windböen gerechnet werden. Von dem Waldbrand betroffen ist eine Fläche von inzwischen etwas weniger als einem Quadratkilometer. Der Nationalpark unweit der Elbe ist bei Touristen und Wanderern beliebt. Vor Ort sind mehr als 400 Feuerwehrleute sowie weitere Kräfte von Polizei, Armee und Rettungsdienst im Einsatz. Mindestens acht Helikopter sollten Wasser aus der Luft abwerfen. Zwei mittelgroße Transporthubschrauber des Typs Sikorsky UH-60 Black Hawk sollten gegen Mittag zur Unterstützung aus der benachbarten Slowakei eintreffen. Das Feuer war am Samstag aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen. Erschwert wird der Einsatz im schwer zugänglichen Gelände durch Hitze, Trockenheit und Wind. In Tschechien hofft man nun auf Niederschläge, mit denen spätestens am Dienstag gerechnet wird. Der tschechische Regierungschef Andrej Babis dankte den Feuerwehrleuten bei X für ihren Mut. "Sie sind wieder in der Böhmischen Schweiz im Einsatz, um die Natur und das Eigentum der Menschen zu schützen", schrieb der 71-Jährige. Der Nationalpark Böhmische Schweiz wurde im Jahr 2000 ausgerufen und umfasst eine Fläche von rund 79 Quadratkilometern. Wichtigstes Wahrzeichen ist das Prebischtor, eine der größten natürlichen Felsbrücken Europas. © dpa-infocom, dpa:260504-930-29938/1