Nachrichtenpodcast: Trump bestraft Merz

Datum04.05.2026 06:13

Quellewww.zeit.de

TLDRDie USA planen den Abzug von über 5.000 Soldaten aus Deutschland, ausgelöst möglicherweise durch Kritik von Friedrich Merz an der US-Iran-Politik. Dies hätte erhebliche sicherheitspolitische und wirtschaftliche Folgen. Gleichzeitig verunsichert der Umgang mit neuen Alzheimer-Medikamenten (Lecanemab, Donanemab) Patienten, da deren Zusatznutzen in Deutschland noch ungeklärt ist und Preisverhandlungen verzögert.

InhaltDie USA ziehen Tausende Soldaten aus Deutschland ab. Tun sie damit sich selbst mehr weh oder uns? Und: Umgang mit neuen Alzheimer-Medikamenten verunsichert Patienten. US-Präsident Donald Trump hat am Wochenende nachgelegt: In der Nacht zum Sonntag hat er gedroht, "weit mehr" als die zunächst angekündigten 5.000 US-Soldaten aus Deutschland abziehen zu wollen. In den nächsten sechs bis zwölf Monaten will das US-Verteidigungsministerium einen Teil seiner Truppen aus der Bundesrepublik verlegen. Welche der überwiegend im Südwesten Deutschlands gelegenen rund 20 Standorte betroffen sein könnten, ist noch unklar. Neben den sicherheitspolitischen Auswirkungen, die dieser Schritt für Deutschland und Europa hätte, könnte er für die betroffenen Regionen auch wirtschaftliche Folgen haben. Auslöser für die Entscheidung der US-Regierung könnten die Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz an einer Schule im Sauerland gewesen sein. Dort hat Merz das amerikanische Vorgehen im Iran kritisiert und Zweifel an der Strategie der USA geäußert. Wie wichtig Deutschland als Drehkreuz für die USA für ihre Aktivitäten im Nahen und Mittleren Osten ist und wem ein solcher Teilabzug US-amerikanischer Truppen mehr schaden würde, erklärt Paul Middelhoff, US-Korrespondent der ZEIT. Die Hoffnung im Kampf gegen Alzheimer hat derzeit zwei Namen: Lecanemab und Donanemab. Seit Herbst 2025 sind die neuen Medikamente auch in Deutschland verfügbar, und erstmals greifen sie nicht nur Symptome an, sondern zielen auf eine der  Ursachen für die Krankheit. Forschende sprechen von einem Wendepunkt, manche sogar von einer neuen Ära. Alzheimer ist mit zwei Dritteln aller Fälle die mit Abstand häufigste Demenzerkrankung. Doch zumindest in Deutschland werden die Fortschritte vorübergehend gebremst: Denn der Gemeinsame Bundesausschuss sieht bislang keinen klaren Zusatznutzen gegenüber bestehenden Therapien. Sein Urteil ist maßgeblich für die Preisverhandlungen zwischen Krankenkassen und Herstellern. Welche Folgen hat das für Patientinnen und Patienten? Und was bedeutet das Urteil des G-BA für den weiteren Kampf gegen die Krankheit? Darüber spricht Tom Kattwinkel, Redakteur im Gesundheitsressort der ZEIT, im Podcast. Und sonst so? Yoko Ono gegen französische Biermarke "John Lemon" Moderation und Produktion: Moses Fendel Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Christina Felschen Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.