Datum04.05.2026 06:00
Quellewww.zeit.de
TLDRGentle Parenting, ein Ansatz, der auf Begleitung statt Kontrolle und Verständnis statt Autorität setzt, wird von Millennial-Eltern zunehmend kritisch hinterfragt. Die Anstrengung, dem bindungsorientierten Ideal treu zu bleiben, stößt an Grenzen. Nun wächst der Wunsch nach mehr Strenge, möglicherweise beeinflusst durch politische Umwälzungen. Der Podcast "Die sogenannte Gegenwart" thematisiert, ob diese frühere Sanftheit nun tatsächlich einer neuen Härte weicht und ob diese Umsetzung gelingt.
InhaltMillennials wollten ihre Kinder ohne Schimpfen und Strafen erziehen. Warum wünschen sie sich neuerdings wieder mehr Härte? Begleiten statt Kontrollieren, Verständnis statt Autorität, Co-Regulieren statt Bestrafen – Millennial-Eltern wollten mit ihren Kindern alles anders machen. Und sie haben ihren hohen Erziehungsanspruch auch lang durchgehalten – auch, wenn sie dabei oft an ihre Grenzen und manchmal darüber hinaus gingen. Denn dem Ideal des Gentle Parenting treu zu sein, bindungsorientiert und sanft zu erziehen, das ist alles andere als leicht. Nun regt sich ausgerechnet bei den Eltern dieser Generation ein neuer Wunsch nach Strenge. Warum? Ist die einfühlsame Pädagogik nach hinten losgegangen, nicht zuletzt, weil sie einfach zu anstrengend ist? Oder führt die politische Zeitenwende auch zu einer Zeitenwende in Erziehungsfragen? Und schaffen es heutige Eltern, die ihre Kinder bisher von Strafen, Time-outs und harten Konsequenzen verschont hatten, die neue Strenge überhaupt umzusetzen? Darüber sprechen Nina Pauer und Lars Weisbrod, beide selbst Millennial-Eltern, in der neuen Folge des Feuilletonpodcasts Die sogenannte Gegenwart. Shownotes: