Strafprozess: Urteilsverkündung im Prozess um jahrelang weggesperrtes Kind

Datum04.05.2026 03:30

Quellewww.zeit.de

TLDRIm Fall eines jahrelang weggesperrten Mädchens in Attendorn mit schweren Entwicklungsstörungen steht die Urteilsverkündung bevor. Die Mutter ist wegen Misshandlung, Körperverletzung, Verletzung von Erziehungspflichten und Freiheitsberaubung angeklagt. Ihr wird vorgeworfen, die Tochter über sieben Jahre isoliert zu haben. Die Großeltern sind wegen Beihilfe angeklagt. Das Landgericht Siegen verkündet heute seine Entscheidung. Der Prozess hatte bereits begonnen, jedoch wurde die Öffentlichkeit nach der Anklageverlesung ausgeschlossen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Strafprozess“. Lesen Sie jetzt „Urteilsverkündung im Prozess um jahrelang weggesperrtes Kind“. Im Fall eines jahrelang eingesperrten Mädchens in Attendorn im Sauerland wird am Montag (4. Mai) das Urteil gegen die angeklagte Mutter und die Großeltern des Kindes erwartet. Das Landgericht Siegen will am Nachmittag (15.00 Uhr) kurz seine Entscheidung verkünden. Danach müssen Zuhörer und Medien den Gerichtssaal wieder verlassen. Der Strafprozess hatte Anfang Februar neu begonnen, nach der Anklageverlesung wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen.  Im September 2022 war das damals achtjährige Mädchen aus dem Haus der Großeltern im Kreis Olpe befreit worden - es hatte massive psychische, körperliche und sozial-emotionale Störungen. Die Mutter soll ihre Tochter seit Juli 2015 mehr als sieben Jahre lang versteckt und komplett isoliert haben. Sie durfte laut Anklage nie draußen spielen, hatte keine Kita oder Schule besucht. Die Mutter ist wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen, Körperverletzung, Verletzung von Fürsorge- und Erziehungspflichten und Freiheitsberaubung angeklagt. Die Großeltern mütterlicherseits sind wegen Beihilfe angeklagt. © dpa-infocom, dpa:260504-930-29224/1