Datum04.05.2026 03:31
Quellewww.zeit.de
TLDRGameStop plant für ca. 56 Milliarden US-Dollar die Übernahme von eBay, um einen stärkeren Konkurrenten für Amazon zu schaffen. Das Angebot beinhaltet Bargeld und Aktien zu 125 US-Dollar pro Aktie, 20 % über dem Schlusskurs. Eine Finanzierung für den Großteil der Summe ist gesichert. GameStop, mit 12 Milliarden US-Dollar Börsenwert kleiner als eBay (46 Milliarden), will sich bei Ablehnung des Managements direkt an die Aktionäre wenden. Beide Unternehmen konzentrieren sich auf lukrative Nischen.
InhaltFür rund 56 Milliarden US-Dollar will der Videospielhändler GameStop die Verkaufsplattform eBay übernehmen. Hintergrund ist demnach die Konkurrenz durch Amazon. Der US-Videospielhändler GameStop will die Handelsplattform eBay übernehmen. Das Angebot werde rund 56 Milliarden US-Dollar (rund 48 Milliarden Euro) in Form von Bargeld und Aktien umfassen, sagte GameStop-Chef Ryan Cohen dem Wall Street Journal. Er wolle mit eBay einen stärkeren Konkurrenten für Amazon aufbauen, erklärte Cohen das Vorhaben. GameStop will Cohen zufolge 125 US-Dollar pro Aktie bieten. Das entspreche einem Aufpreis von 20 Prozent auf den Schlusskurs von Freitag. Im nachbörslichen Handel war der Kurs dann bereits auf gut 116 Dollar gestiegen, nachdem das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Personen von Cohens Plänen für ein Gebot berichtet hatte. Er habe bereits eine Zusage für einen Kredit von rund 20 Milliarden US-Dollar für die Übernahme, sagte Cohen der Zeitung nun. Es blieb zunächst unklar, wie genau der Rest der Kaufsumme finanziert werden soll. Bei einer Ablehnung des Managements will GameStop sich direkt an die Aktionäre wenden. Von eBay gab es zunächst keine Reaktion auf Cohens Ankündigung. Der geplante Zukauf wäre ungewöhnlich, da GameStop mit einem Börsenwert von knapp zwölf Milliarden US-Dollar deutlich kleiner ist als eBay mit rund 46 Milliarden US-Dollar. Cohen hatte 2023 den Chefposten von GameStop übernommen. Er ließ viele Läden schließen und setzte stattdessen auf das Geschäft etwa mit Sammelkarten und Retro-Konsolenspielen, die Nostalgie bei Gamern wecken. Auch eBay versucht aktuell, sich stärker auf lukrative Kategorien wie etwa Sammelartikel, Autoteile und gebrauchte Modeartikel zu konzentrieren.