Datum03.05.2026 22:13
Quellewww.spiegel.de
TLDRAuf der Kreuzfahrt "MV Hondius" zwischen Argentinien und Kap Verde kam es zu einem Ausbruch akuter Atemwegserkrankungen. Drei Personen starben, eine weitere liegt im kritischen Zustand. Die WHO untersucht den Vorfall, bei dem ein Hantavirus nachgewiesen wurde. Die Übertragung erfolgt meist durch Nagetiere.
InhaltMehrere Menschen erkrankt, drei gestorben: Auf einem Kreuzfahrtschiff von Argentinien nach Kap Verde wird ein gefährlicher Ausbruch akuter Atemwegserkrankungen registriert. Die WHO untersucht den Vorfall. Auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik ist es zu einem tödlichen Ausbruch akuter Atemwegserkrankungen gekommen. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben mindestens drei Menschen, ein weiterer Patient wird auf einer Intensivstation in Südafrika behandelt. Insgesamt sind bislang sechs Erkrankungsfälle bekannt. Der Ausbruch ereignete sich an Bord der "MV Hondius", die von Ushuaia in Argentinien in Richtung Kap Verde unterwegs war. Den Behörden zufolge zeigte zunächst ein 70-jähriger Passagier Symptome und starb noch an Bord. Der Leichnam des Mannes wurde auf die Insel St. Helena im Südatlantik gebracht. Zudem erkrankte seine 69-jährige Ehefrau, sie wurde nach Südafrika ausgeflogen und starb in einem Krankenhaus in Johannesburg. Ein weiterer Fall betrifft einen 69-jährigen Briten, der ebenfalls nach Johannesburg gebracht wurde. Bei ihm wurde ein Hantavirus nachgewiesen, er wird intensivmedizinisch behandelt. Die WHO bestätigte später drei Todesfälle und sprach von einem Patienten in kritischem Zustand. Zu den Fällen von schweren Atemwegserkrankungen an Bord laufen derzeit Untersuchungen sowie eine international abgestimmte Reaktion. Laut Medienberichten hat die WHO den Ausbruch als "Ereignis im Bereich der öffentlichen Gesundheit" bezeichnet. Das von der niederländischen Reederei Oceanwide Expeditions betriebene Schiff bietet Platz für rund 170 Passagiere, verteilt auf 80 Kabinen, plus etwa 70 Besatzungsmitglieder. Nach Daten von Schiffsverfolgungsdiensten befand sich die "MV Hondius" zuletzt vor der Hauptstadt von Kap Verde, Praia. Hantaviren werden in der Regel durch den Kontakt mit den Ausscheidungen infizierter Nagetiere übertragen. Eine Infektion kann einen schweren Krankheitsverlauf auslösen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist zwar selten, jedoch nicht auszuschließen.