Datum15.10.2025 12:47
Quellewww.zeit.de
TLDROlaf Lange wurde zum neuen Bundestrainer der deutschen Basketballerinnen ernannt und tritt die Nachfolge von Lisa Thomaidis an. Er soll das Team, darunter US-Star Satou Sabally, zur Heim-WM in Berlin im September 2024 führen. Langes Vertrag läuft bis August 2028. Thomaidis wurde überraschend entlassen, da ihre beruflichen Anforderungen nicht mit den Vorbereitungen zur WM vereinbar waren. Unter Thomaidis qualifizierte sich Deutschland erstmals für Olympia und verbesserte sich in der Weltrangliste erheblich.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Vor Heim-WM“. Lesen Sie jetzt „Basketball-Verband holt Frauen-Bundestrainer aus den USA“. Olaf Lange wird neuer Bundestrainer der deutschen Basketballerinnen und soll das Team um US-Starspielerin Satou Sabally zur Heim-WM in Berlin führen. Sein Vertrag läuft bis zum 30. August 2028, wie der Deutsche Basketball Bund (DBB) mitteilte. Der 53 Jahre alte Lange folgt auf die Kanadierin Lisa Thomaidis, mit der der Verband den Vertrag in der vergangenen Woche aufgelöst hatte. "Nach vielen Jahren im Ausland ist es für mich etwas Besonderes, nach Deutschland zurückzukehren und Teil dieser spannenden Entwicklung im deutschen Damen-Basketball zu sein", sagte Lange. Die WM in Berlin steigt im kommenden Jahr von 4. bis 13. September, Deutschland ist für das Turnier mit 16 Teams als Ausrichter automatisch qualifiziert. Verbandspräsident Ingo Weiss attestierte dem neuen Cheftrainer eine "herausragende Karriere". Lange habe sich dieser in der absoluten Weltspitze bewegt, fügte Weiss an. "Er kennt das internationale Top-Niveau und viele deutsche Spielerinnen." Lange arbeitete zuletzt bei New York Liberty aus der nordamerikanischen Frauen-Liga WNBA als Assistent. Bei dem Team laufen in Nyara Sabally und Leonie Fiebich auch zwei Nationalspielerinnen auf. Der Trainer hat im Frauen-Basketball einige Erfahrungen auf Club- und Nationalteam-Ebene gemacht und war zuletzt bei Australiens Bronze-Gewinn bei Olympia 2024 in Paris involviert. Die Trennung von Thomaidis kam überraschend und wurde mit der beruflichen Belastung der 53-Jährigen begründet. Diese seien mit den umfangreichen Vorbereitungen vor der Heim-WM nicht vereinbar, hieß es. Thomaidis arbeitet in ihrem Heimatland Kanada im Hochschulsport an der University of Saskatchewan. Unter Thomaidis' Führung hatten sich die Basketballerinnen erstmals für Olympia qualifiziert - und zogen 2024 in Paris ins Viertelfinale ein. Bei der EM 2023 wurde das Team Sechster, bei der EM in diesem Jahr Fünfter. Besser war Deutschland letztmals 1997 als Dritter. In der Weltrangliste führte die Cheftrainerin die Auswahl von Platz 39 bei Amtsantritt auf Rang zwölf. © dpa-infocom, dpa:251015-930-165004/1