Datum03.05.2026 20:22
Quellewww.zeit.de
TLDRMinisterpräsident Markus Söder fordert, dass sich die Bundesregierung auf politische Ergebnisse konzentriert und weniger auf persönliche Befindlichkeiten oder Stilfragen. Er verglich die aktuelle Situation mit einem Fußballspiel, bei dem es auf den Erfolg in der Nachspielzeit ankomme. Söders Äußerungen folgen auf Kommentare von Bundeskanzler Friedrich Merz, der über die Belastung durch Angriffe in sozialen Medien sprach. Söder betonte, dass die Schwierigkeiten des Amtes allen bekannt seien, aber letztlich zähle die Lieferung von Ergebnissen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bayerns Ministerpräsident“. Lesen Sie jetzt „"Weniger Befindlichkeit": Söder fordert Fokus auf Ergebnisse“. CSU-Chef Markus Söder hat mit Blick auf Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die Bundesregierung gefordert, den Fokus mehr auf politische Ergebnisse zu legen. "Ich glaube, weniger Befindlichkeit, weniger Stilfragen, als vielmehr aufs Ergebnis hinarbeiten", sagte Bayerns Ministerpräsident in der ZDF-Sendung "Berlin direkt" am Abend. "Das ist wie im Fußball, man kann zwischendrin mal schwächere Phasen haben. Entscheidend ist, dass man in der Nachspielzeit dann einen Erfolg erzielt - und da haben wir noch einiges vor uns." Angesprochen auf Merz' Aussage, kein Kanzler habe so viel in den sozialen Medien ertragen müssen wie er selbst, sagte Söder außerdem: "Dass die Zeiten schwer sind, weiß jeder, insbesondere durch digitale Echokammern natürlich um Vielfaches verstärkt. Jeder Satz wird im Mund rumgedreht." Er ergänzte: "Ich glaube, jeder Kanzler hat es nicht leicht, weil das Amt so ist. Das gilt aber für viele andere Ämter auch. Nur, auch das bringt uns alles nichts. Wir müssen einfach schauen, dass wir Ergebnisse liefern." Merz hatte kürzlich dem "Spiegel" gesagt: "Ich bin nur gelegentlich auf Social Media unterwegs. Aber wenn Sie mal schauen, was dort über mich verbreitet wird, wie ich da angegriffen und herabgewürdigt werde – kein Bundeskanzler vor mir hat so etwas ertragen müssen. Ich beschwere mich nicht darüber, aber so ist es." © dpa-infocom, dpa:260503-930-28705/1