Datum03.05.2026 19:20
Quellewww.zeit.de
TLDRCDU-Chef Friedrich Merz relativiert die angekündigte Reduzierung von US-Truppen in Deutschland, da die Stationierung zeitlich begrenzt sei und der Abzug länger diskutiert werde. Er sieht keinen Zusammenhang mit politischen Auseinandersetzungen. Die nukleare Teilhabe der USA sei nicht betroffen. Allerdings liefert die USA vorerst keine Tomahawk-Marschflugkörper nach Deutschland, da sie selbst nicht über ausreichend Kapazitäten verfügen.
InhaltUS-Soldaten seien nur auf Zeit stationiert, daher sei der angekündigte Abzug nichts Neues, sagt Merz. Die USA werden aber keine Marschflugkörper nach Deutschland liefern. Bundeskanzler Friedrich Merz hat den angekündigten Abzug von mehr als 5.000 US-Soldaten aus Deutschland als weniger relevant als bisher angenommen bezeichnet. "Es wird vielleicht ein bisschen zugespitzt, aber neu ist es nicht", sagte der CDU-Politiker bei der Aufzeichnung der ARD-Sendung Caren Miosga nach Angaben des Senders. Es handele sich um ein Kontingent, das der frühere US-Präsident Joe Biden auf Zeit stationiert habe und über dessen Abzug seit längerer Zeit gesprochen worden sei. Einen direkten Zusammenhang mit seinem Streit mit US-Präsident Donald Trump über den Iran-Krieg bestritt Merz: "Es gibt keinen Zusammenhang." An der nuklearen Teilhabe der USA gebe es "überhaupt keine Abstriche", sagte der Kanzler. "Es gibt keine Einschränkung der amerikanischen Zusage der nuklearen Abschreckung des Nato-Gebietes. Da gibt es auch an keiner Stelle Zweifel." Eine angekündigte Lieferung von US-Waffen wird allerdings nicht stattfinden: Merz bestätigte, dass die Biden früher zugesagten Tomahawk-Marschflugkörper aus den USA zumindest vorerst nicht nach Deutschland geliefert würden. "Die Amerikaner haben zurzeit selbst nicht genug", sagte Merz. "Objektiv gibt es aus den USA heraus kaum eine Möglichkeit, Waffensysteme dieser Art abzugeben." Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.