US-Truppenabzug: Rolf Mützenich rät zu Abrüstungsgesprächen mit Russland

Datum03.05.2026 18:56

Quellewww.zeit.de

TLDRAngesichts des US-Truppenabzugs aus Europa plädiert der SPD-Politiker Rolf Mützenich für Abrüstungsgespräche mit Russland. Er fordert den Abzug russischer Mittelstreckenraketen aus Belarus und Kaliningrad. Dies sei ein wichtiger Schritt, um Europa eine neue Rolle in der Rüstungskontrolle und Diplomatie zu ermöglichen. Der Wehrbeauftragte Henning Otte sieht den Abzug kritisch und fordert eine Kompensation der reduzierten Verteidigungsfähigkeit Deutschlands.

InhaltAngesichts der US-Truppenreduzierung mahnt SPD-Politiker Mützenich zu Gesprächen mit Russland. Mittelstreckenraketen aus Belarus und Kaliningrad müssten abgezogen werden. Der frühere SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich rät angesichts der geplanten Reduzierung der US-Militärpräsenz in Europa zu Abrüstungsgesprächen mit Russland. Man müsse jetzt darauf dringen, "dass die russischen, atomar bewaffneten Mittelstreckenraketen aus Belarus und Kaliningrad abgezogen werden", sagte Mützenich der Süddeutschen Zeitung. Weitere Schritte könnten dann "in einen rüstungskontrollpolitischen Gesamtprozess eingebettet" werden. Mützenich verwies vor allem auf das Abrücken der USA von der Stationierung von Mittelstreckenraketen in Deutschland. Durch die von ihm befürwortete Abrüstungsinitiative könne Europa nun "eine Rolle zurückgewinnen, die in der Vergangenheit aus Abschreckung und kluger Diplomatie bestand", sagte der SPD-Politiker. Auch der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte, mahnte angesichts des Truppenabzugs Gegenmaßnahmen an. "Der Abzug von US-Kampfeinheiten ist ein schlechtes Signal für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands. Sie muss kompensiert werden", sagte der CDU-Politiker dem Spiegel. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.