Verheerend schlechte Werte für Donald Trump in Umfrage der Washington Post

Datum03.05.2026 14:31

Quellewww.spiegel.de

TLDREine aktuelle Umfrage der Washington Post zeigt für Donald Trump und die Republikaner vor den Midterm-Wahlen schlechte Werte. Nur 37 Prozent der US-Amerikaner billigen seine Politik. Besonders kritisch wird sein Vorgehen im Iran (33% Zustimmung) und die Wirtschaftspolitik (34% Zustimmung) gesehen. Zweifel bestehen auch an seiner charakterlichen Eignung. Die Demokraten führen in der Sonntagsfrage mit fünf Prozentpunkten.

InhaltSechs Monate vor den Midterms lehnen laut einer Erhebung von "Washington Post" und ABC News viele US-Amerikaner die Politik ihres Präsidenten ab, insbesondere den Irankrieg. Auch Trumps persönliche Werte: durchwachsen. Ein halbes Jahr vor den Zwischenwahlen in den USA sehen sich Präsident Donald Trump und die Republikanische Partei einer neuen Umfrage zufolge einer für sie extrem schlechten politischen Stimmung gegenüber. Der Erhebung von  "Washington Post", ABC News sowie dem Umfrageinstitut Ipsos zufolge sanken Trumps Zustimmungswerte verglichen mit einer aus dem Februar leicht von 39 auf 37 Prozent – während 62 Prozent der Befragten ihre Missbilligung für Trumps Politik aussprachen. Das sind nicht nur zwei Prozent mehr als im Februar, sondern die höchste Missbilligung, die Trump in der Umfrageserie der genannten Medien je erreicht hat. Besonders schlechte Werte erzielt Trump demnach in einem zentralen Feld seiner Politik: 66 Prozent der Befragten lehnen seinen Umgang mit der Situation in Iran ab, während nur 33 Prozent eine zustimmende Haltung haben. Auch Trumps Wirtschaftspolitik allgemein erzielt demnach mit einer Zustimmung von lediglich 34 Prozent einen schlechten Wert. Noch schlechter schneidet er in Detailfragen wie der Bewältigung der Inflation mit 27 Prozent Zustimmung ab oder den allgemeinen Lebenshaltungskosten mit lediglich 23 Prozent. Trumps stärkstes Thema ist demgegenüber sein Umgang mit der Einwanderung an der Grenze zu Mexiko – auch hier kommt er aber noch auf 54 Prozent Ablehnung bei nur 45 Prozent Zustimmung. Zu den schlechten Werten bei Sachthemen kommen der Erhebung zufolge auch deutliche Zweifel an Trumps charakterlicher Eignung. Etwa sieben von zehn Befragten gaben an, dass der US-Präsident nicht ehrlich und vertrauenswürdig sei. Zwei Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Ansicht, er wäge wichtige Entscheidungen nicht sorgfältig genug ab, und etwa sechs von zehn glauben, er besitze nicht die nötige geistige Schärfe für das Präsidentenamt. 55 Prozent der Befragten zeigten sich überzeugt, dass Trumps körperliche Gesundheit nicht ausreiche, um das Präsidentenamt effektiv auszuüben. 54 Prozent fanden, er sei keine starke Führungspersönlichkeit. Auch bei der Frage nach der Wahlentscheidung bei den Midterms zeigt sich ein immer klareres Bild: Der Umfrage zufolge führen die Demokraten gegenüber den Republikanern unter den registrierten Wählerinnen und Wählern mittlerweile mit fünf Prozentpunkten – gegenüber der Februarumfrage bedeute dies einen Anstieg um zwei Prozentpunkte. Noch deutlicher ist der Vorsprung unter jenen Menschen, die angeben, mit absoluter Sicherheit an die Wahlurnen zu gehen – mit neun Prozentpunkten. Ohnehin lassen die Daten eine höhere Mobilisierung bei den Anhängern der Demokraten vermuten: 79 Prozent von ihnen gaben in der Umfrage an, absolut sicher wählen gehen zu wollen. Bei den Republikanern zeigt sich demgegenüber ein zweigeteiltes Bild: Während diejenigen, die sich als MAGA-Republikaner identifizieren, mit 77 Prozent noch einen vergleichbar hohen Wert erreichen, waren sich nur 59 Prozent der moderateren Republikaner sicher, bei den Midterms wählen gehen zu wollen.