Bildungsministerium: Chancen und Probleme durch offene Schulhöfe in Hamburg

Datum03.05.2026 13:59

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Mehrheit der Hamburger Schulhöfe ist nach Unterrichtsende öffentlich zugänglich. Studien der Bildungsbehörde zeigen, dass die meisten Schulhöfe bis 20 Uhr geöffnet bleiben, Sporthallen ab 17 Uhr für Vereine. Bildungssenatorin Bekeris lobt die familienfreundliche Maßnahme, weist aber auf Probleme wie Lärm, Verschmutzung und Obdachlose hin. Vandalismus verursacht hohe Kosten, weshalb Sicherheitsmaßnahmen wie elektronische Schließsysteme und bessere Beleuchtung verstärkt werden.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bildungsministerium“. Lesen Sie jetzt „Chancen und Probleme durch offene Schulhöfe in Hamburg“. Die Mehrheit der Schulhöfe in Hamburg ist außerhalb von Unterrichts- und Betreuungszeiten zum Spielen für alle geöffnet. Das ergab eine Erhebung der Hamburger Bildungs- und Familienbehörde. Demnach bleiben von 326 allgemeinbildenden Schulen in Hamburg 58 Prozent der Schulhöfe in Grundschulen, 72 Prozent derer in Gymnasien und 82 Prozent der Höfe in Stadtteilschulen bis 20.00 Uhr geöffnet. Sporthallen und -plätze sind ab 17 Uhr für den Vereinssport vorgesehen, teilt die Behörde mit.  Grundlage für die Möglichkeit zur öffentlichen Nutzung sind Rahmenvereinbarungen zwischen der Bildungsbehörde und den Bezirksämtern.  Wenn Bedarf besteht, sollen in der unterrichtsfreien Zeit je nach Lage, Beschaffenheit und Ausstattung der Schulhöfe und Schulsportplätze, diese als Kinderspielplätze nutzbar sein. "Offene Schulhöfe sind ein Gewinn für Hamburgs Familien und stehen für eine familienfreundliche Stadt", erklärt Bildungssenatorin Ksenija Bekeris (SPD).  Mit der Öffnung kommen jedoch auch Herausforderungen: Die Sicherheit der Plätze muss gewährleistet sein, es kann zur Lärmbelastung der Nachbarn kommen, zur Verschmutzung und Aufenthalten von obdachlosen Menschen. Die Senatorin ruft zudem dazu auf, bei Vandalismus und Diebstahl nicht wegzusehen. Allein 2025 entsteht durch Vandalismus an Schulen ein Schaden von 2,65 Millionen Euro in Hamburg. Um das zu verhindern werden Sicherheitsmaßnahmen wie elektronische Schließsysteme, Alarmierungsanlagen, eine stärkere Beleuchtung und gegen Graffiti Beschichtungen von mit einer abwaschbaren Oberfläche angewandt. © dpa-infocom, dpa:260503-930-27656/1