Datum03.05.2026 13:53
Quellewww.spiegel.de
TLDREine Maiwagen-Tour in Baden-Württemberg endete mit einem Unfall im Kreis Ludwigsburg. Drei offensichtlich betrunkene Männer steuerten den mit rund Dutzend Feiernden besetzten Wagen. Dieser kollidierte mit einem ebenfalls alkoholisierten Autofahrerin, woraufhin der Maiwagen umkippte. Vier Personen wurden schwer, fünf leicht verletzt. Mehrere Rettungskräfte und zwei Hubschrauber waren im Einsatz. Blutentnahmen wurden angeordnet.
InhaltFeuerwehr und Rettungshubschrauber im Einsatz: Bei einer aus dem Ruder gelaufenen Maiwagen-Tour im Kreis Ludwigsburg kam es zum Zusammenstoß mit einem Auto, die Feiernden wurden zum Teil schwer verletzt. Es ist ein guter alter Brauch, der inzwischen dazu dient, sich stark alkoholisiert zu vergnügen. Früher fuhr man mit dem Maiwagen einen Maibaum zu seiner Angebeteten, kippt man heute auf dem Gefährt meist mit Gleichgesinnten ein paar Bier. Aus dem romantischen Vehikel ist also eine rollende Kneipe geworden - mit oft drastischen Folgen für den Straßenverkehr. Freitagnacht führte eine Maiwagen-Party zu einem Unfall in Baden-Württemberg. Dort wurde ein Wagen, der vollbesetzt war mit Feiernden, von drei offenbar stark alkolisierten Fahrern gelenkt. Die Männer im Alter von 22, 23 und 24 Jahren führten die Zugmaschine mit Sitzkarren am Abend des ersten Mais arbeitsteilig, wie die Polizei mitteilte. Dann kam es zu einem Zusammenstoß mit einem Auto; offensichtlich war auch die Fahrerin des Wagens alkoholisiert. Ersten Ermittlungen zufolge war das landwirtschaftliche Gespann auf einem Feldweg im Kreis Ludwigsburg unterwegs. Im Kreuzungsbereich mit einer Straße kollidierte es dann mit dem Auto, in der Folge stürzte der Maiwagen um. Auf und neben dem kleinen Traktor mit Ladefläche befanden sich laut Polizei ein Dutzend Menschen, vier von ihnen wurden schwer verletzt und fünf leicht verletzt. Unter den Verunglückten seien sowohl Männer als auch Frauen. Der Rettungsdienst versorgte drei weitere Menschen vorsorglich, die aber wie die 59-jährige Autofahrerin unverletzt blieben. Zuvor hatte ein Polizeisprecher von zwölf Verletzten gesprochen. Wegen der Vielzahl der Verletzten waren zahlreiche Kräfte des Rettungsdienstes und der Feuerwehr sowie zwei Rettungshubschrauber im Einsatz. Die Verletzten kamen in umliegende Krankenhäuser. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Blutentnahme bei den drei Männern und der Autofahrerin an. Es entstand ein Schaden von rund 30.000 Euro. Die Verkehrspolizei übernahm die Ermittlungen und bat Zeuginnen und Zeugen um Hinweise.