Fragebogen zum Wehrdienst: Schon 200.000 junge Menschen haben Post von der Bundeswehr bekommen

Datum03.05.2026 08:53

Quellewww.spiegel.de

TLDRSeit Januar 2024 versendet die Bundeswehr Fragebögen zur Erfassung von Eignung und Bereitschaft für den Wehrdienst. Bis Ende April erhielten knapp 200.000 junge Menschen die Schreiben, die zu einem Online-Fragebogen führen. Dies ist Teil des Wehrdienst-Modernisierungsgesetzes zur Stärkung der Personalbasis der Bundeswehr. Männer müssen den Fragebogen beantworten, Frauen können dies freiwillig tun. Eine Aussage zur Resonanz ist aufgrund unterschiedlicher Fristen noch nicht möglich.

InhaltSeit Januar erfasst die Bundeswehr Eignung und Bereitschaft von jungen Menschen für den Wehrdienst. Nun hat die Truppe mitgeteilt, in welch großer Zahl Frauen und Männer den Fragebogen bereits erhalten haben. Auch zur Resonanz äußerte sich eine Sprecherin. Mit dem neuen Wehrdienstgesetz will die Bundesregierung die Bundeswehr personell stärken. Dazu gehören auch die Fragebögen, welche 18 Jahre alte Männer und Frauen seit dem 15. Januar erhalten. Nun hat die Bundeswehr auf Anfrage der Nachrichtenagentur KNA mitgeteilt, wie viele dieser Briefe bereits versandt worden sind. Einer Sprecherin zufolge wurden bis zum 24. April 194.000 dieser Anschreiben verschickt. Die Maßnahme ist Teil des Wehrdienst-Modernisierungsgesetzes, das der Bundestag Ende des vergangenen Jahres beschlossen hatte. Die Anschreiben, die per QR-Code zu einem Online-Fragebogen führen, sollen den Angaben zufolge jungen Menschen frühzeitig Orientierung bieten und zugleich die "personelle Einsatzbereitschaft der Bundeswehr" langfristig stärken. Der Wehrdienst bleibt freiwillig. Männer müssen allerdings den Fragebogen beantworten; Frauen können dies freiwillig tun. Zur Resonanz auf die Aktion ließen sich derzeit noch keine verlässlichen Aussagen machen, so die Sprecherin des Verteidigungsministeriums. Das habe unter anderem mit dem sukzessiven Versand der Anschreiben sowie den unterschiedlichen Fristen für den Rücklauf zu tun. Erst im Laufe des Jahres seien "valide Rückschlüsse" möglich. Im Dezember hatten einige Jugendorganisationen zu Protesten gegen die Wehrdienstpläne aufgerufen. Wie Schülerinnen und Schüler einer zwölften Klasse in Hamburg über die Musterung und die neue Wehrpflicht denken, lesen Sie hier.