Gastronomie: Hightech-Küche im Gallus: Roboter kocht für Lieferdienste

Datum03.05.2026 03:35

Quellewww.zeit.de

TLDRIm Frankfurter Gallus eröffnet ein Restaurant namens "Vipho" eine Hightech-Küche. Diese "Dark Kitchen" beliefert ausschließlich Lieferdienste. Ein Kochroboter übernimmt standardisierte Aufgaben wie Rühren und Braten, während Menschen weiterhin für die Vorbereitung und Qualitätskontrolle zuständig sind. Das Konzept setzt auf Automatisierung von Routinetätigkeiten zur Effizienzsteigerung und Qualitätssicherung. Der Lieferdienst "Wolt" sieht Potenzial in der Robotik, während Branchenverbände hohe Investitionskosten und technische Risiken erwähnen, aber die Bedeutung menschlicher Gastfreundschaft betonen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gastronomie“. Lesen Sie jetzt „Hightech-Küche im Gallus: Roboter kocht für Lieferdienste“. Im Frankfurter Stadtteil Gallus trifft vietnamesische Küche auf Hightech: Ein Roboter schwenkt hier die Töpfe. Es ist eine Außenstelle des vietnamesischen Restaurants "Vipho" aus dem Frankfurter Nordend – eine Küche ausschließlich für Lieferdienste. Ein Projekt der Betreiber Thu Dinh und ihres Mannes Hung Quach. Der Ablauf ist standardisiert: Der Roboter greift auf vorbereitete Zutaten zu, rührt, brät und portioniert. Menschen bleiben eingebunden: Köche schneiden Gemüse, bereiten Soßen vor und kontrollieren am Ende die Qualität. "Der Faktor Mensch entscheidet, was reinkommt und was rauskommt", sagt Mitbetreiberin Thu Dinh. Die wiederholenden Prozesse könne man aber der Technologie überlassen. Sobald das Essen fertig ist, wird es vom Lieferdienst abgeholt und ausgeliefert. Was hier entstanden ist, ist eine sogenannte "Dark Kitchen" oder "Ghost Kitchen" – eine Küche ohne Gastraum, ohne Service, ohne Laufkundschaft. Produziert wird ausschließlich für Lieferdienste. Mit dem Einsatz eines Kochroboters geht das Konzept von "Vipho" noch einen Schritt weiter: Die Küche wird zur teilautomatisierten Produktionslinie. Der Lieferdienst "Wolt" sieht im Einsatz von Robotik Potenziale: Sie könne Prozesse effizienter gestalten sowie die Qualität und Konsistenz von Speisen verbessern. Auch der Bundesverband der Systemgastronomie sieht in dem Konzept Chancen, verweist jedoch auf hohe Investitionskosten und technische Risiken. Zugleich betont der Verband: "Die persönliche Gastfreundschaft bleibt das Herz der Branche" – Roboter könnten unterstützen, aber nicht ersetzen. © dpa-infocom, dpa:260503-930-25598/1