Datum02.05.2026 21:35
Quellewww.zeit.de
TLDRDer THW Kiel steckt in einer tiefen Krise in der Handball-Bundesliga. Nach einem Unentschieden gegen den Tabellenletzten unterlag der Rekordmeister nun klar mit 25:33 bei der HSG Wetzlar. Wetzlar verließ durch diesen Sieg die Abstiegsplätze. Kiel musste auf mehrere Schlüsselspieler verzichten und setzte früh auf junge Akteure. Ein zeitiger Rückstand und eine schwache Leistung führten zur verdienten Niederlage.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Handball-Bundesliga“. Lesen Sie jetzt „Pleite in Wetzlar - THW Kiel weiter in der Krise“. Die Krise des THW Kiel in der Handball-Bundesliga dauert an. Eine Woche nach dem Heimremis gegen Tabellenschlusslicht SC DHfK Leipzig unterlag der Rekordmeister beim bisherigen Vorletzten HSG Wetzlar 25:33 (11:16). Bester THW-Werfer war der sechsfache Torschütze Rasmus Ankermann. Für die Mittelhessen, die mit dem verdienten Sieg die Abstiegsplätze verließen, erzielte Tristan Kirschner acht Treffer aus acht Versuchen. Die Kieler mussten auf ein Rückraum-Quartett verzichten. Außer dem dauerverletzten Emil Madsen waren auch Elias Ellefsen á Skipagøtu, Eric Johansson und Nikola Bilyk nicht mit von der Partie. Schon früh ließ THW-Coach Filip Jicha in Ankermann (18 Jahre alt) und Johan Rohwer (19) zwei Jugend-Spieler auf das Feld. Zu Beginn lag Kiel noch 3:2 (6.) in Führung, doch dann kam in zehn desolaten Minuten der große Bruch. Wetzlar erzielte acht Tore in Serie zum 10:3 (16.). Jicha nahm in dieser Phase gleich zwei Auszeiten und mahnte: "Das geht nicht. Wir kommen gar nicht zurück." Auch in der 43. Minute führte Wetzlar beim 23:16 noch mit sieben Toren. Erst allmählich reduzierte der THW etwas den Rückstand. Kapitän Domagoj Duvnjak traf zum 21:25 (51.). Dichter kamen die Norddeutschen aber nicht heran. Wetzlars ägyptischer Linksaußen traf zum 31:24 (57.) in das leere Tor der Gäste. Damit war die Vorentscheidung zum umjubelten Heimsieg gefallen. © dpa-infocom, dpa:260502-930-25315/1