Erpressungsversuch gegen Hipp: Verdächtiger in Österreich festgenommen

Datum02.05.2026 20:31

Quellewww.spiegel.de

TLDREin 39-jähriger Mann wurde in Österreich festgenommen, der hinter einem Erpressungsversuch gegen Hipp stecken soll. Er soll versucht haben, den Babynahrungshersteller mit vergifteten Produkten zu erpressen. Ermittler fanden mehrere manipulierte Gläser Babynahrung, eines enthielt Rattengift. Das Unternehmen hatte den Vorfall öffentlich gemacht und die Behörden eingeschaltet.

InhaltDie österreichische Polizei hat einen 39-Jährigen gefasst, er könnte hinter dem Erpressungsversuch gegen den Babynahrungshersteller Hipp stecken. Ermittler hatten zuvor mehrere mit Rattengift manipulierte Gläser entdeckt. Im Fall des Erpressungsversuchs gegen den Babynahrungshersteller Hipp haben österreichische Ermittler einen Tatverdächtigen festgenommen. Wie unter anderem die Nachrichtenagentur dpa mit Verweis auf die Staatsanwaltschaft Eisenstadt berichtet, handelt es sich um einen 39-jährigen Mann, der in Österreich festgenommen wurde. Die Festnahme erfolgte durch die Polizei im Burgenland mit Unterstützung des österreichischen Bundeskriminalamts. Der Verdächtige wird derzeit verhört. Weitere Angaben zu seiner Identität machten die Behörden mit Verweis auf ermittlungstaktische Gründe zunächst nicht. Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt, nachdem ein Unbekannter versucht hatte, das Unternehmen mit der Drohung zu erpressen, Babynahrung zu vergiften. Tatsächlich entdeckten Ermittler in Österreich, Tschechien und der Slowakei insgesamt fünf manipulierte Gläser. In einem in Österreich sichergestellten 190-Gramm-Gläschen der Sorte "Karotten mit Kartoffeln" wurden demnach 15 Mikrogramm Rattengift nachgewiesen. Um welche Substanz es sich genau handelt, ist bislang unklar. Nach einem weiteren möglicherweise kontaminierten Glas wird weiterhin gesucht. Das in Deutschland vertriebene Sortiment war nach Angaben des Unternehmens nicht betroffen. Bereits am 20. April hatte Hipp den Erpressungsversuch öffentlich gemacht und erklärt, umgehend Polizei und Behörden eingeschaltet sowie einen internen Krisenstab eingerichtet zu haben. Erpressungen mit manipulierten Lebensmitteln sind kein neues Phänomen. In der Vergangenheit gerieten wiederholt bekannte Unternehmen ins Visier von Tätern, wobei auch Babynahrung bereits Ziel entsprechender Drohungen war.