Datum02.05.2026 18:10
Quellewww.spiegel.de
TLDRThyssenkrupp zet de verkoop van zijn staaldivisie aan Jindal Steel op pauze. De gesprekken, die in september begonnen, zijn gestaakt omdat Thyssenkrupp besloten heeft de divisie voorlopig zelfstandig te herstructureren. Verbeterde marktomstandigheden in Europa en vooruitgang in de sanering van de divisie, inclusief EU-steun voor klimaatvriendelijke productie, zijn redenen voor dit besluit. Op middellange termijn blijft verzelfstandiging met een mogelijke minderheidsbelang het doel.
InhaltSeit September liefen Verhandlungen mit dem indischen Familienunternehmen Jindal Steel. Nun gab Thyssenkrupp bekannt, doch am Stahlgeschäft festzuhalten - zumindest bis auf Weiteres. Der Industriekonzern Thyssenkrupp will seine Stahlsparte doch nicht mehr an den indischen Konkurrenten Jindal verkaufen. Die beiden Unternehmen haben einer Mitteilung zufolge entschieden, die seit September vergangenen Jahres laufenden Gespräche auf Eis zu legen. Die Neuaufstellung des Segments solle aus eigener Kraft konsequent vorangetrieben werden, um den Stahlbereich erfolgreich und profitabel aufzustellen, hieß es aus der Konzernzentrale in Essen. Mittelfristig will sich Thyssenkrupp aber weiter vom Stahlgeschäft trennen. Gründe für die Entscheidung, nicht mehr mit dem indischen Unternehmen über die Stahlsparte zu verhandeln, sind demnach zum einen die besseren Rahmenbedingungen für Stahlhersteller in Europa und zum anderen die Fortschritte bei der Sanierung der Sparte. "Die Europäische Union hat die große Bedeutung der Stahlproduktion für die Resilienz industrieller Wertschöpfungsketten erkannt und den Willen bekundet, die europäische Stahlindustrie besser vor globalen Überkapazitäten und Dumping zu schützen", hieß es in einer Thyssenkrupp-Mitteilung vom Samstag. Zudem wolle die EU die Umstellung auf eine klimafreundliche Stahlproduktion weiter stärken. "Wir haben immer gesagt: Stahl ist Zukunft. Und ein zukunftsfähiges Geschäft ist ein werthaltiges Geschäft", sagte Thyssenkrupp-Chef Miguel López in dem Statement. "Nachdem wir uns im eigenen Unternehmen, mit den Tarifpartnern und mit der Politik in Deutschland und Europa im Grundsatz geeinigt haben, sind die Voraussetzungen für eine profitable Fortführung von Thyssenkrupp Steel so gut wie lange nicht mehr." Vor diesem Hintergrund bleibe mittelfristig eine Verselbstständigung von Thyssenkrupp Steel Europe mit einer eventuellen Minderheitsbeteiligung der Thyssenkrupp AG das erklärte Ziel. Jindal sei während der gesamten Gespräche ein konstruktiver und engagierter Partner gewesen. Man habe jedoch gemeinsam beschlossen, die Verhandlungen vorerst auszusetzen. In einem SPIEGEL-Gespräch hatte López bereits letzte Woche in drastischen Worten deutlich gemacht, dass er die Stahlsparte des Konzerns nicht "verramschen" werde. Thyssenkrupp und Jindal Steel hatten Mitte September bekanntgegeben, dass der familiengeführte indische Konzern die Stahlsparte kaufen will und bereits ein unverbindliches Angebot abgegeben hat. Das für Firmenübernahmen und -verkäufe zuständige Vorstandsmitglied Volkmar Dinstuhl hatte bei der Vorlage der Jahreszahlen am 9. Dezember gesagt, dass das Angebot auf eine mehrheitliche Übernahme abziele.