Datum02.05.2026 15:55
Quellewww.zeit.de
TLDREin infiziertes Wildschwein mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) wurde nahe der hessischen Grenze bei Netphen-Grissenbach (NRW) gefunden. Der Fund liegt in der Pufferzone I, außerhalb der Sperrzone II. Dies ist etwa zehn Kilometer vom Kerngebiet entfernt. Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte den Fall. Die Seuche bedroht Wild- und Hausschweine, ist aber für Menschen und andere Tiere ungefährlich und kann zu wirtschaftlichen Verlusten führen. In NRW wurden seit 2025 über 600 Tiere positiv, hauptsächlich in Olpe, Siegen-Wittgenstein und Hochsauerland.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schutzmaßnahmen“. Lesen Sie jetzt „ASP-infiziertes Wildschwein nahe Grenze zu Hessen gefunden“. Im Kreis Siegen-Wittgenstein ist außerhalb der Zone mit besonderen Schutzmaßnahmen der Kadaver eines Wildschweins gefunden worden, das mit der Afrikanischen Schweinepest infiziert war. Der Fundort bei Netphen-Grissenbach befinde sich außerhalb der sogenannten Sperrzone II, aber innerhalb der als Puffer dienenden Sperrzone I, teilte das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium mit. Der Fundort liege fünf Kilometer von der Landesgrenze zu Hessen entfernt. Das infizierte Wildschwein sei rund zehn Kilometer von anderen positiven Funden im sogenannten Kerngebiet entdeckt worden. Das Friedrich-Loeffler-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, habe den Verdachtsfall jetzt bestätigt. Bislang seien keine weiteren ASP-positiven Wildschweine in der Nähe des Kadavers gefunden worden. An der Fundstelle werde verstärkt nach weiteren verendeten Wildschweinen gesucht. Damit sich die Seuche nicht weiter ausbreitet, gibt es in NRW eine Sperrzone II und um diese herum noch als Puffer eine weitere zehn Kilometer breite Sperrzone I. Seit dem ersten Fund eines mit ASP infizierten Wildschweinkadavers bei Kirchhundem im Kreis Olpe im Juni 2025 wurden in NRW rund 600 Tiere positiv getestet - bislang alle in den Kreisen Olpe, Siegen-Wittgenstein und im Hochsauerlandkreis. Landesweit mehr als 45.000 Tiere wurden negativ getestet. Für Menschen und andere Tiere ist das Virus ungefährlich. Für Haus- und Wildschweine verläuft eine Infektion jedoch fast immer tödlich. Ist ein Hausschwein erkrankt, muss in der Regel der gesamte Bestand getötet werden. Es drohen wirtschaftliche Einbußen und Handelsrestriktionen. © dpa-infocom, dpa:260502-930-24437/1