Datum02.05.2026 13:41
Quellewww.zeit.de
TLDRHessen kritisiert den angekündigten Teilabzug von US-Soldaten der USA als strategischen Fehler. Landesminister Pentz betont die Bedeutung der US-Streitkräfte für Hessens Sicherheit und die transatlantischen Beziehungen. Auch wenn die genauen Auswirkungen auf Standorte in Hessen noch unklar sind, bedauert das Land eine mögliche Reduzierung der Präsenz. In Wiesbaden ist die Europa-Zentrale des US-Heeres angesiedelt, was die enge Verbindung und den wirtschaftlichen Faktor unterstreicht.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Ankündigung der USA“. Lesen Sie jetzt „Hessen kritisiert geplanten US-Truppenabzug“. Das Land Hessen hält den von der US-Regierung angekündigten Teilabzug von Soldaten für einen Fehler. Hessens Staatsminister für Internationales, Manfred Pentz (CDU), sagte: "Dieser Abzug wäre ein strategischer Fehler und zum Nachteil für beide Partner." Ob von dem Abzug auch Standorte in Hessen betroffen sein werden, ist nach Angaben der Staatskanzlei aktuell noch unklar. Hessen sei ein verlässlicher Partner im transatlantischen Verhältnis und habe sich immer als guter Gastgeber gezeigt. Gleichzeitig seien die US-Streitkräfte in Hessen ein wichtiges Element für Europas Sicherheit. In Wiesbaden seien die Amerikaner "Nachbarn und Freunde – aber auch Wirtschaftsfaktor". "Die Präsenz ist also im Interesse beider Seiten", sagte Pentz. "Sollte der Abzug wirklich vollzogen werden, würde ich das sehr bedauern." Er hoffe, dass die US-Regierung ihre Entscheidung noch einmal überprüfe. In Wiesbaden befindet sich die Zentrale des US-Heeres für Europa und Afrika. Alleine hier sind aktuell mehr als 3.000 Soldaten stationiert. Hinzu kommen amerikanische Zivilangestellte, Familienangehörige, Ortskräfte und Pensionäre: insgesamt etwa 20.000 Menschen. © dpa-infocom, dpa:260502-930-23945/1