Datum02.05.2026 11:19
Quellewww.zeit.de
TLDRDeutschland und die USA arbeiten weiterhin eng zusammen, auch nach dem angekündigten Abzug von 5.000 US-Soldaten. Verteidigungsminister Pistorius betont, dass die Stationierung im Interesse der USA liegt, da sie auch sicherheitspolitische Funktionen für andere Regionen erfüllt. Deutschland muss stärker für seine Sicherheit aufkommen und plant eine engere Kooperation mit Großbritannien, Frankreich, Polen und Italien.
InhaltDie Stationierung von US-Soldaten ist laut Verteidigungsminister Pistorius trotz des angekündigten Teilabzugs im Interesse der USA. Der Abzug sei "absehbar" gewesen. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat trotz des angekündigten Abzuges von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland das beidseitige Interesse an einer Truppenstationierung in Deutschland betont. "Die USA bündeln hier auch andere militärische Funktionen, etwa für ihre sicherheitspolitischen Interessen in Afrika und im Mittleren Osten", sagte Pistorius. An den deutschen Standorten der US-Armee werde "für Frieden und Sicherheit in Europa, für die Ukraine und zur gemeinsamen Abschreckung" eng zusammengearbeitet. Die nun verkündete Entscheidung nannte der SPD-Politiker "absehbar". Das gemeinsame Militärbündnis Nato muss laut Pistorius nun europäischer werden. "Wir Europäer müssen mehr Verantwortung für unsere Sicherheit übernehmen", sagte Pistorius. Die Bundeswehr sei dafür auf einem guten Weg. Er kündigte eine engere Zusammenarbeit mit der sogenannten "Group of Five" an. In dieser Fünfergruppe befindet sich neben Deutschland auch Großbritannien, Frankreich, Polen und Italien. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.