Deutsche Bahn: Gerissene Oberleitung bei Lüneburg – Hunderte im ICE gestrandet

Datum01.05.2026 18:06

Quellewww.spiegel.de

TLDREine gerissene Oberleitung nahe Lüneburg führte am Freitag zu massiven Störungen im Bahnverkehr. Ein ICE mit rund 460 Passagieren musste evakuiert werden, einige benötigten medizinische Hilfe. Die Strecke wurde gesperrt, Umleitungen eingerichtet. Die Ursache für den Schaden ist unklar, die Bundespolizei ermittelt.

InhaltEine gerissene Oberleitung hat am Freitagmittag nahe Lüneburg für Chaos und Verspätungen im Bahnverkehr gesorgt. In einem ICE saßen zeitweise über 400 Menschen fest. Eine beschädigte Oberleitung hat am Freitag für massive Störungen im Bahnverkehr in Niedersachsen gesorgt. Der Lokführer eines ICE auf dem Weg von Hamburg nach München habe kurz hinter dem Bahnhof Bardowick nahe Lüneburg gesehen, dass die Oberleitung abgerissen herabhing, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn (DB) der Nachrichtenagentur AFP. Daraufhin habe der Lokführer die Notbremse betätigt. In dem betreffenden ICE saßen rund 460 Reisende, die später in einen anderen Zug evakuiert wurden. Ein Notfallmanager der DB musste in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr zunächst die Oberleitung erden, um Stromschläge zu vermeiden. Weil es in dem stehenden Zug in der Sonne sehr warm geworden sei, hätten fünf Menschen medizinisch betreut werden müssen, sagte der Sprecher der Bundespolizei. Die Betroffenen hätten Kreislaufstörungen gehabt. Die Strecke wurde gesperrt, Fern- und Güterzüge wurden über Verden umgeleitet, wie die DB-Sprecherin weiter sagte. Wie lange die Strecke gesperrt werden muss, war zunächst unklar. Die Strecke zwischen Hamburg und Berlin führt aktuell unter anderem über Bardowick in der Nähe von Lüneburg, weil die eigentliche Strecke noch generalsaniert wird. Die Ursache für den Schaden an der Oberleitung ist bislang nicht bekannt. Die Bundespolizei in Bremen teilte mit, sie ermittle in der Sache.