Kundgebung: Mehrere Tausend Menschen bei Demo gegen Rechts in Essen

Datum01.05.2026 17:32

Quellewww.zeit.de

TLDRTausende Menschen demonstrierten in Essen gegen eine Kundgebung der rechtsextremen Partei "Die Heimat". Die Initiative "Essen stellt sich quer" rief zu einem "nazifreien Mai" auf. Auch Gewerkschaftsdemonstranten schlossen sich an. Die Polizei meldete weitgehend friedliche Abläufe. Die Gegendemos waren deutlich stärker besucht als die rechtsextreme Kundgebung. Hintergrund ist die umstrittene Nutzung eines Gebäudes durch "Die Heimat", einer vom Verfassungsschutz beobachteten, rechtsextremen Partei.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kundgebung“. Lesen Sie jetzt „Mehrere Tausend Menschen bei Demo gegen Rechts in Essen“. Mehrere Tausend Menschen sind in Essen gegen eine Kundgebung der rechtsextremen Partei Die Heimat auf die Straße gegangen. Nach Veranstalterangaben demonstrierten sie am Nachmittag an vielen Stellen in der Stadt für einen "nazifreien Mai", wie ein Sprecher der Initiative "Essen stellt sich quer" sagte. Auch viele Demonstranten der Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum 1. Mai schlossen sich an.  Nach Angaben der Polizei verlief das Demonstrationsgeschehen zunächst weitgehend friedlich. Die Versammlungen sollen laut Polizei noch bis in den Abend andauern. Auch die Gegendemonstranten kündigten an, solange Präsenz zu zeigen, wie es nötig sei. Insgesamt waren laut Veranstaltern 4.500 Menschen zu den Gegenprotesten erwartet worden - diese Zahl sei nach seiner Einschätzung noch übertroffen worden, so der Sprecher der Initiative "Essen stellt sich quer".  Anlass des breiten Gegenprotests war die der rechtsextremen Partei Die Heimat, dafür waren zwischen 400 und 500 Teilnehmern angemeldet. Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz beobachtet die Partei und erläutert, sie verfolge eine rechtsextreme Ideologie, die sich vor allem durch Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus hervortue. In Essen gibt es seit Jahren Streit um die Nutzung eines Gebäudes als Landeszentrale der Partei. Die Stadt hatte den Rechtsextremen die Nutzung des Gebäudes für Versammlungen untersagt. Doch nachdem die Partei dagegen vor Gericht gezogen war, zog die Stadt das Verbot zunächst wieder zurück. © dpa-infocom, dpa:260501-930-21630/1