Datum01.05.2026 16:14
Quellewww.zeit.de
TLDRAm 1. Mai demonstrierten in Hamburg Tausende Menschen unter dem Motto "Das Geld ist da! Ran an die Superreichen!" für eine Umverteilung. Das antikapitalistische Bündnis "Wer hat, der gibt" kritisierte die Politik der Bundesregierung als zu reichenfreundlich. Es gab weitere linksextreme Kundgebungen, die von der Polizei mit starkem Einsatz begleitet wurden, aber mehrheitlich friedlich verliefen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „1. Mai“. Lesen Sie jetzt „Tausende demonstrieren am 1. Mai für Umverteilung“. Geschätzt 6.000 Menschen sind am Nachmittag in Hamburg mit dem antikapitalistischen Umverteilungsbündnis "Wer hat, der gibt" auf die Straße gegangen. Unter dem Motto "Das Geld ist da! Ran an die Superreichen!" zogen sie von der Innenstadt über Rotherbaum nach Eppendorf. Die Polizei begleitete den Zug mit starken Kräften. In seinem Demoaufruf warf das Bündnis der schwarz-roten Bundesregierung vor, Politik nur für Reiche zu machen. "Sie verlangen immer mehr von uns – unserer Zeit, unserer Arbeit – und wir bekommen dafür immer weniger", heißt es darin. Es dürfe keine Milliardäre geben, sagte der Linken-Co-Vorsitzende Jan van Aken bei der Auftaktkundgebung. "Sie haben sich das nicht verdient." Die Demo war die erste von drei antikapitalistischen und linksextremen Kundgebungen zum 1. Mai in Hamburg. Die "Revolutionäre 1. Mai-Demo" des vom Verfassungsschutz als gewaltorientiert eingestuften Roten Aufbaus sollte später am Nachmittag mit einem Konzert in Altona beginnen. Unter dem Motto "Krieg und Krise haben System! Als Klasse vereint: Sozialismus erkämpfen!" sollte später ein Demozug durch Ottensen führen. Den Abschluss sollte eine Demonstration des anarchistischen Bündnisses "Schwarz-Roter 1. Mai" bilden, das unter dem Motto "Anarchismus wagen – Dystopien bekämpfen" von St. Pauli durch Altona bis nach Ottensen ziehen wollte. "Am 1. Mai begleiten wir als Polizei Hamburg mehrere Demonstrationen mit insgesamt mehreren tausend Teilnehmenden", sagte ein Sprecher. "Auch wenn wir einzelne Störungen nicht ausschließen können, erwarten wir, dass die weit überwiegende Mehrheit erneut friedlich demonstriert." Die positiven Erfahrungen der vergangenen Jahre seien dabei in die Einsatzplanung eingeflossen – "wir gehen davon aus, dass wir diesmal mit weniger Einsatzkräften auskommen werden." Im vergangenen Jahr war die Polizei am 1. Mai mit knapp 1.800 Beamtinnen und Beamten im Einsatz gewesen. © dpa-infocom, dpa:260501-930-21291/1