E-Auto-Förderung: Fast jede vierte Neuzulassung im März war ein Elektroauto

Datum01.05.2026 14:44

Quellewww.zeit.de

TLDRDie neue E-Auto-Förderung zeigt laut Bundesumweltminister Schneider Wirkung, mit einem Anstieg der Neuzulassungen im März. Anträge sind ab Mai rückwirkend für ab 2026 zugelassene Fahrzeuge möglich. Die Prämien variieren je nach Einkommen und Fahrzeugtyp bis zu 6.000 Euro. Die Bundesregierung stellt 3 Milliarden Euro bereit, um 800.000 Fahrzeuge zu fördern, wobei das Jahreseinkommen höchstens 80.000 bzw. 90.000 Euro (mit zwei Kindern) betragen darf.

InhaltDie neue E-Auto-Förderung lässt laut Bundesumweltminister Carsten Schneider die Verkaufszahlen von Elektroautos steigen. Im März gab es ein deutliches Plus. Die neue Prämie für den Kauf von Elektroautos in Deutschland zeigt Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) zufolge bereits erste Wirkung. Im März sei "fast jede vierte Neuzulassung" ein E-Auto gewesen, sagte Schneider der Zeitschrift Autor Motor und Sport. "Von 46.000 neu zugelassenen E-Fahrzeugen im Februar auf 70.000, das ist mehr als ordentlich." Noch können die Menschen in Deutschland allerdings keine Anträge auf Förderung stellen. Das soll erst im Laufe des Mais starten, die Förderung greift dann aber rückwirkend. Förderfähig sind Elektrofahrzeuge, die ab Januar 2026 neu zugelassen wurden. Je nach Automodell, Haushaltsgröße und Einkommen kann die Prämie bis zu 6.000 Euro betragen. "Gerade jetzt, wo die Kraftstoffe so teuer sind, braucht es diese Prämie", sagte Schneider. Damit spielt er auf die hohen Benzin- und Dieselpreise an deutschen Tankstellen an. Sie sind seit Beginn des Krieges der USA und Israel gegen den Iran deutlich gestiegen. Um Mitternacht war deshalb ein Tankrabatt in Deutschland in Kraft getreten. Den Antrag für eine E-Auto-Förderung können Bürgerinnen und Bürger nur digital stellen. Wer die Kaufprämie beantragen will, braucht laut Schneider ein Konto bei der BundID. Dies funktioniere entweder mit dem Personalausweis und der dazugehörigen PIN oder mit einem Elster-Zertifikat. Auch Unterlagen wie die Kindergeldbescheinigung sollten nach Angaben des Umweltministers digital bereitliegen. Dem Branchenverband ACEA zufolge machten Elektroautos und Hybride in Deutschland mehr als die Hälfte der Neuzulassungen im ersten Quartal aus. Die Autohersteller verkauften hierzulande rund 40 Prozent mehr batteriebetriebene Autos. In der Europäischen Union ist der Marktanteil von Elektroautos in den ersten drei Monaten des Jahres auf knapp 20 Prozent angewachsen. Die Bundesregierung stellt drei Milliarden Euro an Fördermitteln bereit. Damit sollen 800.000 Elektroautos gefördert werden können. Die Förderung hängt vom Einkommen ab: Das zu versteuernde Jahreseinkommen darf in einem Haushalt nicht mehr als 80.000 Euro betragen oder 90.000 Euro bei Familien mit zwei Kindern. Auch die Art des Autos spielt eine Rolle. Plug-in-Hybride und Range Extender sollen mit 1.500 Euro gefördert werden, Elektroautos standardmäßig mit 3.000 Euro. Menschen, deren Einkommen unter 60.000 Euro im Jahr liegt, erhalten 4.000 Euro Zuschuss für ein E-Auto. Wer weniger als 45.000 Euro jährlich verdient, bekommt 5.000 Euro. Pro Kind steigt die Förderung noch einmal um 500 Euro, maximal um 1.000 Euro. Die Bundesregierung hatte den Kauf von Elektroautos schon einmal bezuschusst, die Ampelkoalition jedoch hatte diese Förderung Ende 2023 eingestellt.