Datum01.05.2026 14:28
Quellewww.zeit.de
TLDRAm Tag der Arbeit demonstrierten tausende Menschen in Berlin und Brandenburg unter dem Motto "Erst unsere Jobs, dann eure Profite" gegen Stellenabbau und Kürzungen bei Sozialleistungen. Gewerkschaften wie der DGB kritisierten Arbeitsplatzverluste, Rentenkürzungen und schlechte Arbeitsbedingungen. Die Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Katja Karger, forderte ein Ende von Tarifflucht und Lohndumping. Der IG BAU-Vorsitzende Robert Feiger kritisierte Forderungen nach einem Rentenalter über 67 Jahre als realitätsfern und betonte die Belastung vieler Berufe.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tag der Arbeit“. Lesen Sie jetzt „Gewerkschaften machen gegen Stellenabbau mobil“. Am Tag der Arbeit haben in Berlin und Brandenburg viele tausend Menschen gegen Stellenabbau und Kürzungen bei Sozialleistungen protestiert. An der Demonstration und Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) beteiligten sich in der Hauptstadt nach Gewerkschaftsangaben rund 12.000 Menschen. Sie gingen bei sonnigem Wetter unter dem Motto "Erst unsere Jobs, dann eure Profite" auf die Straße. Auch in Brandenburg gab es Gewerkschafts-Demonstrationen zum 1. Mai, darunter in Cottbus und Potsdam. "Angriffe auf den 8-Stunden-Tag, Rentenkürzungen, Arbeitsplatzabbau: Wir Beschäftigte zahlen nicht die Zeche für Versäumnisse der Politik und Fehlentscheidungen der Wirtschaft", sagte die Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Katja Karger. Sie forderte: "Schluss mit Tarifflucht, Lohndumping und miesen Arbeitsbedingungen." Zur Rentendebatte sagte der Bundesvorsitzende der IG BAU, Robert Feiger: "Wer von den Menschen verlangt, bis 67 oder länger zu arbeiten, hat keine Ahnung von der Realität. Über 40 Jahre Arbeit auf dem Bau, das ist ein Knochenjob!" Wer die gesetzliche Rente kleinrede, stelle die Lebensleistung von Millionen Beschäftigten infrage. In rund zwei Monaten soll die Rentenkommission ihre Vorschläge für eine grundsätzliche Reform vorstellen. Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich zuletzt offen für Änderungen beim Rentenalter in Deutschland. © dpa-infocom, dpa:260501-930-20818/1