Bundesligavorschau: Auf diesen Trainer hat Schalke gewartet

Datum01.05.2026 08:44

Quellewww.zeit.de

TLDRAm 32. Spieltag der Bundesliga kämpfen Hoffenheim und Stuttgart um einen Champions-League-Platz. Heidenheim droht nach drei Jahren der Abstieg, trotz Trainer Frank Schmidts Hoffnung auf ein Wunder. Der FC Schalke 04 steht kurz vor der Rückkehr in die Bundesliga. Mit vier Siegen in Folge und dem beliebten Trainer Miron Muslić an der Spitze winkt der Aufstieg. Die größte Sorge gilt der kontrollierten Fanfeier nach dem Spiel.

InhaltMiron Muslić führt Schalke 04 vielleicht schon an diesem Wochenende zurück in die Bundesliga. Und ein anderer Klub sucht Hilfe bei Katja Ebstein. Der 32. Spieltag Hoffenheim gegen Stuttgart. Die Meisterschaft ist längst entschieden und gefeiert, Bundesligafans müssen sich an der Tabellenspitze andere Pulstreiber suchen. Und das Duell der Kraichgauer gegen die Schwaben ist eines um die Champions League. Aktuell würde sich der VfB als Vierter dafür noch qualifizieren. Allerdings haben die Stuttgarter ein schweres Restprogramm, sie spielen noch gegen die drei Mannschaften, die direkt hinter ihnen liegen (neben Hoffenheim sind das Leverkusen und Frankfurt). Und die TSG ist nur vier Tore schlechter, könnte mit einem Sieg also am VfB vorbeiziehen. Nicht ausgeschlossen, dass die Bundesliga nächste Saison im wichtigsten europäischen Wettbewerb von einem Klub vertreten wird, dessen Logo aussieht, als hätte sich ein Zehnjähriger im Fußballmanagerspiel dafür ein bisschen zu wenig Zeit genommen. Bayern gegen Heidenheim. Für den Meister geht es in der Liga nur noch um Rekorde, für die Heidenheimer um alles – bei einer Niederlage könnten sie schon an diesem Wochenende absteigen. Und sind wir ehrlich, ein Sieg ist selbst gegen die B-Elf der Bayern schwer vorstellbar. Auch wenn Heidenheim zwei der letzten drei Spiele gewonnen hat, müssen wir vermutlich nach drei Jahren Abschied nehmen vom Dorfklub, der es bis in die Conference League geschafft hat. Nur 1,77 Prozent betrage die Wahrscheinlichkeit, dass es die Heidenheimer noch auf den Relegationsplatz schaffen, haben die Datenanalytiker von Opta errechnet. Weniger wahrscheinlich, als zwei Sechsen hintereinander zu würfeln. Frank Schmidt will trotzdem "das ganz Verrückte schaffen". Die Heidenheimer Zeitung sieht nur noch einen Weg, sie sucht Hilfe bei Katja Ebstein und titelt: "Wunder gibt es immer wieder". Der FC Schalke 04. Nach drei Jahren in der zweiten Liga kehrt die Macht aus dem Revier vielleicht schon an diesem Samstag zurück in die Bundesliga. Wo der sechstgrößte Fußballklub der Welt auch hingehört, das werden selbst Dortmunder zugeben. Vergangene Saison drohte der Absturz in die dritte Liga. Nun wäre mit einem Sieg gegen Fortuna Düsseldorf der Aufstieg sicher. Die letzten vier Spiele hat Schalke gewonnen. Die Fans zweifeln nicht mehr, zu den Trainings auf Schalke kommen Hunderte. Ihr Held ist der Trainer Miron Muslić. Der bosnische Tiroler, der mit seiner kumpelhaften, fröhlichen Art perfekt nach Gelsenkirchen zu passen scheint, ist auf dem Weg, der beliebteste Schalketrainer seit Huub Stevens zu werden. Zur Pressekonferenz vor dem Spiel kam er mit einem Shirt, das ihm die Ultras zu Weihnachten geschenkt hatten. Die größte Sorge der Schalker vor dem Wochenende: ein Platzsturm der Fans. Beim Aufstieg vor vier Jahren gab es viele Verletzte, denn zwischen Tribüne und Spielfeld liegen mehrere Meter. Muslić: "Es ist ein absolutes No-Go, dass der Platz gestürmt wird." Die Schalker müssen also etwas tun, das vielleicht noch schwerer ist, als aufzusteigen: Sie müssen den Aufstieg mit Bedacht feiern.