Nachrichtenpodcast: Bald nicht mehr frei am 1. Mai?

Datum01.05.2026 05:58

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Union schlägt vor, den 1. Mai als Feiertag zu streichen, um die Wirtschaft zu stärken. Gewerkschaften und die SPD lehnen dies ab und betonen die historische Bedeutung des Tages der Arbeit sowie positive Effekte von Feiertagen. Parallel dazu stoppte Russland Öllieferungen nach Schwedt über die Druschba-Pipeline mit Verweis auf technische Probleme, was zu kurzfristigen Engpässen führen könnte.

InhaltDie Union will den 1. Mai als Feiertag streichen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Wie konkret ist diese Forderung? Und: Warum Russland Öllieferungen nach Schwedt stoppt. Die Union hat in einem Koalitionsausschuss vorgeschlagen, einen gesetzlichen Feiertag zu streichen, um die Produktivität zu steigern. Im Zentrum der Debatte steht dabei der 1. Mai. Die SPD verteidigt den Tag der Arbeit und plädiert stattdessen für eine gerechtere Verteilung der Feiertage zwischen den Bundesländern. Gewerkschaften lehnen eine Abschaffung entschieden ab und verweisen darauf, dass Feiertage positive Effekte auf Produktivität, Gesundheit sowie auf Branchen wie Gastronomie und Tourismus haben. Historisch geht der 1. Mai auf Streiks von Arbeitern in Chicago vor rund 150 Jahren zurück, die bessere Arbeitszeiten forderten. In Deutschland erklärte die SPD ihn kurz darauf zum internationalen Kampftag der Arbeiterbewegung, später wurde er gesetzlicher Feiertag. Ob der Wegfall eines Feiertags die Wirtschaft tatsächlich stärken würde, ordnet Michael Schlieben, politischer Korrespondent der ZEIT, ein. Die Raffinerie im brandenburgischen Schwedt ist zentral für die Energieversorgung von Berlin und Brandenburg und deckt laut eigenen Angaben rund 90 Prozent des Bedarfs an Kraftstoffen und Heizöl in der Region. Etwa ein Fünftel des dort verarbeiteten Erdöls stammt aus Kasachstan und wird über die Druschba-Pipeline geliefert. Russland hat nun angekündigt, diese Lieferungen vorerst zu stoppen, und begründet das mit technischen Problemen. Kurzfristig könnte der Ausfall zu Engpässen führen, allerdings gibt es alternative Transportwege, die die Versorgung zumindest teilweise absichern können. Auch andere Raffinerien könnten betroffen sein, falls sich die Lage ausweitet. Welche Absichten hinter dem Schritt stehen und welche Folgen ein Lieferstopp für Deutschland hat, erklärt Michael Thumann, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT. Und sonst so? Was Simone Biles so besonders macht. Moderation und Produktion: Helena Schmidt Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Marco Fründt, Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.