Datum30.04.2026 23:23
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Adler Mannheim haben die Meisterparty der Eisbären Berlin in der DEL vertagt und durch einen 4:3-Sieg nach Verlängerung das fünfte Finalspiel erzwungen. Nach drei deutlichen Niederlagen zeigte Mannheim starke Moral und glich einen 1:3-Rückstand aus. Das Siegtor fiel in der zweiten Overtime. Die Eisbären führen die Serie nun 3:1 und können ihren zwölften Meistertitel am Sonntag in Mannheim holen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Deutsche Eishockey Liga“. Lesen Sie jetzt „Eisbären-Meisterparty vertagt: Mannheim für Moral belohnt“. Die aufopferungsvoll kämpfenden Adler Mannheim haben die Meisterparty der Eisbären Berlin in der Deutschen Eishockey Liga gecrasht und ein fünftes Finalspiel erzwungen. Nach 1:3-Rückstand drehte Mannheim am Donnerstag noch das Spiel und siegte 4:3 (0:0, 1:2, 2:1, 0:0, 1:0) nach Verlängerung. Die ersten drei Duelle der Best-of-seven-Serie hatte der Serienmeister aus Berlin jeweils deutlich mit 7:3, 5:1 und 5:1 gewonnen. Doch diesmal wurde Mannheim für eine tolle Moral belohnt. Luke Esposito schoss das Siegtor in der vierten Minute der zweiten Overtime. In der regulären Spielzeit hatten Lester Lancaster (23. Minute), Liam Kirk (28.) und Markus Vikingstad (47.) vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof für Berlin und Nicolas Mattinen (32.), Zach Solow (53.) und Alexander Ehl (57.) für die Adler getroffen. Im Duell der beiden erfolgreichsten Clubs der DEL-Geschichte steht es nun nur noch 3:1 nach Siegen für die Eisbären, die in der Hauptrunde nur Tabellensechster geworden waren. Ihren zwölften Meistertitel können die Berliner nun am Sonntag (16.30 Uhr/MagentaSport) in Mannheim perfekt machen. Nach den heftigen Niederlagen aus den ersten Finalspielen versuchte Mannheim von an Beginn an noch einmal alles. Engagiert und mit guter Energie gab es diesmal keinen Fehlstart des Hauptrunden-Zweiten. Mannheims Trainer Dallas Eakins hatte zudem überraschend Johan Christer Mattsson im Tor anstelle von Nationalkeeper Maximilian Franzreb aufgeboten. Der Schwede hielt sein Tor auch zunächst sauber. Zum ersten Mal in dieser Finalserie gelang Berlin, das auf den gesperrten Kapitän Kai Wissmann verzichten musste, kein Tor im ersten Drittel. Das folgte zu Beginn des Mittelabschnitts in Überzahl. Lancaster erlöste mit seinem Führungstreffer das Publikum, das von Beginn an für eine besondere Atmosphäre gesorgt hatte. In Erwartung des erneuten Titels waren viele Fans mit gebastelten Plakaten oder Meisterpokalen in die Halle gekommen. Jede Aktion auf dem Eis wurde noch lauter und noch intensiver begleitet als sonst. Und die Partystimmung wurde nach dem 2:0 und 3:1 noch intensiver. Doch Mannheim kämpfte bravourös, kam in Überzahl zurück und sicherte die Verlängerung, in der die Entscheidung erst in der 84. Minute des gesamten Spiels fiel. © dpa-infocom, dpa:260430-930-18154/1