Datum30.04.2026 21:46
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Reeperbahn feiert ihr 400-jähriges Jubiläum mit einem Festjahr, das auf dem Spielbudenplatz mit einem Lindenberg-Song und einem Fassanstich eröffnet wurde. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher betonte die Bedeutung der Reeperbahn für die Hansestadt. Geplant ist ein dezentrales Programm mit Konzerten und Ausstellungen über den gesamten Kiez verteilt. Die "sündigste Meile der Welt" hat sich von der Schiffstauproduktion zu einer touristisch geprägten Partyzone gewandelt, bleibt aber für die Anwohner ein identitätsstiftender Ort.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „400 Jahre Reeperbahn“. Lesen Sie jetzt „Jubiläum auf dem Kiez – Reeperbahn startet ins Feierjahr“. Zahlreiche Menschen haben gemeinsam den Lindenberg-Song "Reeperbahn" zum Start der Feierlichkeiten zum 400-jährigen Reeperbahnjubiläum gesungen. Auf dem Spielbudenplatz in St. Pauli wurde am Donnerstag das Festjahr offiziell eröffnet. "St. Pauli und die Reeperbahn sind Hamburg pur. Sie stehen für die Tradition und Weltoffenheit unserer Hansestadt." sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) beim Fassanstich des eigens gebrauten Jubiläumsbiers "Reep Royal". "Die Auftaktveranstaltung ist so etwas wie ein Gongschlag", sagt Julia Staron, die mit für die Organisation verantwortlich ist. Für den Rest des Jubiläumsjahres sei ein dezentrales Programm unter anderem mit Konzerten und wechselnden Ausstellungen geplant - auch rechts und links der Reeperbahn, über den ganzen Kiez verteilt. "Wir wollten ja mit Absicht kein großes Fass aufmachen, denn es geht ja gerade um dieses ganz Kleine überall." Wo früher auf langen Bahnen Schiffstaue hergestellt wurden, prägen heute Imbisse, Bars und ein teils raues Nachtleben das Bild der Reeperbahn. Bereits Ende der 1970er Jahre bezeichnete Udo Lindenberg die Straße als "Kulisse für ’n Film, der nicht mehr läuft". Inzwischen hat sich die "sündigste Meile der Welt" stark gewandelt und ist vor allem eine touristisch geprägte Partyzone mit buntem Angebot und deutlich weniger Rotlicht. Für die Bewohner von St. Pauli bleibt sie dennoch ein identitätsstiftender Ort - und Anlass, ihr 400-jähriges Bestehen entsprechend zu feiern. © dpa-infocom, dpa:260430-930-17993/1