Datum30.04.2026 21:22
Quellewww.zeit.de
TLDRDeutschland und Italien haben Israel ermahnt, nachdem die israelische Marine die Gaza-Hilfsflotte "Global Sumud" gestoppt hat. Berlin und Rom sehen eine mögliche Verletzung des Völkerrechts, da die Flottille in internationalen Gewässern agierte. Sie fordern die Achtung des Völkerrechts und die Unterlassung unverantwortlicher Handlungen. Die Organisatoren werfen Israel Gewalt vor, was Israel bestreitet. Dutzende Aktivisten wurden festgenommen, während einige Schiffe ihre Fahrt fortsetzen konnten.
InhaltIsrael hat in der Nacht Schiffe der Gaza-Hilfsflotte gestoppt. Deutschland und Italien sehen dabei womöglich einen Verstoß gegen das Völkerrecht. Die deutsche und italienische Regierung haben Israel aufgrund dessen Vorgehen gegen eine Gaza-Hilfsflotte im Mittelmeer ermahnt. In einer gemeinsamen Erklärung wird angedeutet, dass der Stopp der "Global Sumud"-Flotille in internationalen Gewässern aus Sicht von Deutschland und Italien nicht mit dem Völkerrecht vereinbar sein könnte. "Wir rufen zur uneingeschränkten Achtung des geltenden Völkerrechts sowie zur Unterlassung unverantwortlicher Handlungen auf", heißt es in der Erklärung. Die Organisatoren der Flottille werfen Israel ein gewaltsames Vorgehen bei einer Aktion in der Nacht vor, die israelische Seite dementiert die Vorwürfe. Die israelische Marine hatte in der Nacht westlich von Kreta mehr als 20 Boote gestoppt und Dutzende Aktivisten festgenommen. Einige Schiffe setzten ihre Fahrt später fort. Daten von Schiffsverfolgungsdiensten zufolge bewegten sich mehrere Boote am Abend entlang der Küste Kretas in griechischen Hoheitsgewässern. Vonseiten der Organisatoren gab es zunächst keine Aussagen zu weiteren Plänen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.