Datum30.04.2026 20:48
Quellewww.zeit.de
TLDRHunderte Menschen demonstrierten in Cottbus gegen Rechtsextremismus nach einer Serie von Straftaten. An einer Synagoge wurden antisemitische Schriftzüge und Hakenkreuze geschmiert, eine Leuchtfackel in ein alternatives Wohnprojekt geworfen und ein Pfarrer bedroht. Die Demonstration unter dem Motto "Ihr greift uns an - wir stehen noch näher zusammen" verlief friedlich. Der Staatsschutz ermittelt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schmierereien an Synagoge“. Lesen Sie jetzt „Hunderte bei Demo gegen Rechts in Cottbus“. Nach einer Serie mutmaßlich rechtsextremistischer Straftaten haben mehrere Hundert Menschen in Cottbus gegen rechte Gewalt demonstriert. Ein Demonstrationszug zog unter dem Motto "Ihr greift uns an - wir stehen noch näher zusammen" durch die Stadt. Zwischenzeitlich machten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Protest bei einer Kundgebung deutlich. Alles verlaufe friedlich, sagte ein Polizeisprecher. Die Initiative Sichere Orte Südbrandenburg organisierte die Demo. Die Sprecherin der Initiative, die frühere Grünen-Landtagsabgeordnete Ricarda Budke, sagte im RBB: "Wir zeigen ja hier gerade, dass wir uns die Stadt nicht nehmen lassen." Der Staatsschutz der Polizei ermittelt nach mehreren Straftaten in Cottbus. In den vergangenen Tagen waren ein antisemitischer Schriftzug und ein schwarzes Hakenkreuz an die Synagoge der Stadt geschmiert worden. Bisher unbekannte Täter warfen zudem eine Leuchtfackel in den Flur eines alternativen Wohnprojekts. Es gab auch Drohungen an der Wohnung eines Studentenpfarrers, der sich gegen Rechtsextremismus engagiert. © dpa-infocom, dpa:260430-930-17890/1