KI: Spotify will von Menschen produzierte Musik kennzeichnen

Datum30.04.2026 19:37

Quellewww.spiegel.de

TLDRSpotify führt ein neues Kennzeichnungssystem ein, um KI-generierte Musik von menschlich geschaffener zu unterscheiden. Ein grünes Häkchen soll authentische, von echten Künstlern stammende Werke kennzeichnen. Künstler müssen Nachweise über ihre Aktivitäten außerhalb der Plattform erbringen, um verifiziert zu werden. Diese Maßnahme reagiert auf die wachsende Menge an KI-Musik auf Streamingdiensten und Bedenken hinsichtlich der Urheberschaft und der Flutung von Plattformen.

InhaltImmer mehr KI-generierte Songs landen auf Streamingplattformen. Spotify will es Nutzern nun erleichtern, sie zu erkennen – und von menschengemachter Musik zu unterscheiden. Wer Streamingdienste wie Spotify nutzt, um neue Musik zu entdecken, stolpert unweigerlich über KI-generierte Songs – wissentlich oder unwissentlich. Das will Spotify nun ändern. Künftig sollen Musikinhalte gekennzeichnet werden, die von echten Künstlern stammen und nicht durch künstliche Intelligenz erzeugt wurden. Entsprechende Suchergebnisse und Künstlerprofile sollen mit einem grünen Häkchen versehen werden, wie das schwedische Unternehmen am Donnerstag mitteilte . Der Prozess soll in den kommenden Wochen beginnen. "Im KI-Zeitalter ist es wichtiger denn je, der Echtheit der Musik vertrauen zu können, die man hört", erklärte Spotify. Um eine Verifizierung zu erhalten, müssen Künstler unter anderem Aktivitäten außerhalb der Plattform zeigen, etwa Konzerte, Merchandising und verknüpfte Konten in Onlinediensten. Zum Start des Vorhabens sollen Hunderttausende Musiker aus verschiedenen Regionen und unterschiedlichen Genres verifiziert werden. Kritiker fürchten, dass KI-produzierte Musik Streamingplattformen fluten könnte. Die Plattform Deezer gab vergangene Woche bekannt, dass mittlerweile 44 Prozent der täglich hochgeladenen Musik nicht von Menschen produziert worden sei. Das Label Sony Music erklärte kürzlich, es habe die Entfernung von mehr als 135.000 KI-produzierten Titeln gefordert, in denen die eigenen unter Vertrag stehenden Künstler imitiert worden seien.