Datum30.04.2026 18:12
Quellewww.spiegel.de
TLDREine junge Frau berichtet in Folge zwei des Podcasts "Menschenjagd" über ihre Erfahrungen in der brutalen Online-Szene "764". Auf der Suche nach Anschluss geriet sie in die anarchischen Chats, in denen Skrupellosigkeit und Gewalt belohnt werden. Sie beschreibt ihre Verbindung zum mutmaßlichen Mitglied des inneren Kreises, "White Tiger", und thematisiert ihre eigene Beteiligung am Suizid eines jungen Mannes, der als frühes Opfer der Szene gilt. Heute hat sie die Szene verlassen, betont aber die langanhaltenden Folgen ihrer Handlungen.
InhaltSie war einsam und auf der Suche nach Freunden. So gerät sie in die mörderische Online-Szene "764". In Folge zwei des Podcasts "Menschenjagd" warnt sie vor der Szene, aus der sie schließlich selbst ausstieg. Die Chats der Online-Community von "764" sind anarchisch, brutal, ohne Regeln. Die 15-Jährige stößt aus Zufall darauf. Es ist die Zeit der Pandemie und sie sucht Anschluss im Netz. Im Chat gibt sie sich den Namen "FMLK". Sie versteht schnell: Der "764"-Szene geht es darum, besonders gewalttätig zu sein. Wer skrupelloser als alle anderen im Chat ist, gewinnt Einfluss. In dieser Zeit begegnet "FMLK" auch einem Hamburger namens "White Tiger". Er soll Teil des inneren Kreises dieser Szene sein. Die zweite Folge der Serie "Menschenjagd" erzählt von ihrem Kontakt mit ihm. Es geht auch um ihre eigene Rolle beim Suizid eines jungen Mannes. Er gilt als eines der ersten Todesopfer von "764". Inzwischen hat "FMLK" die Szene verlassen, aber ihre Taten verfolgen sie. "Fünf Minuten Grausamkeit können wie eine lebenslange Strafe sein", sagt sie heute. Hören Sie hier die Folge: Hier können Sie die ganze Podcastserie hören. In diesem Text geht es um massive Gewalt und Suizid. Wenn Sie mit Suizidgedanken kämpfen oder selbst Opfer von Gewalt im Netz geworden sind, gibt es viele Stellen, die Ihnen helfen können. Einige finden Sie hier: