Datum30.04.2026 14:27
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Europäische Zentralbank (EZB) belässt ihren Leitzins unverändert bei 2,0 Prozent, obwohl die Inflation im Euroraum auf drei Prozent gestiegen ist. Dies ist die erste Zinsentscheidung seit Juni 2024, bei der der Leitzins nicht gesenkt wird. Steigende Ölpreise infolge des Irankriegs werden als Grund für die erhöhte Inflation genannt. Die EZB nutzt den Leitzins zur Steuerung der Geldpolitik, wobei eine Zinserhöhung üblicherweise zur Bekämpfung der Inflation eingesetzt wird.
InhaltDie Inflation im Euroraum ist zuletzt auf drei Prozent gestiegen. Dennoch lässt die Europäische Zentralbank den Leitzins vorerst unverändert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins trotz der jüngst gestiegenen Inflation im Euroraum nicht erhöht. Der Leitzins bleibt damit bei 2,0 Prozent, wie der EZB-Rat ankündigte. Es ist die erste EZB-Zinsentscheidung seit Juni 2024, bei der der Zins nicht gesenkt wird. Beobachterinnen hatten dies angesichts der steigenden Inflationsrate auch nicht erwartet. Die Inflation war im Euroraum zuletzt auf 3,0 Prozent gestiegen. Hintergrund sind die wirtschaftlichen Folgen des Irankriegs, etwa höhere Energiekosten infolge des Anstiegs der Ölpreise. Zentralbanken wie die EZB steuern ihre Geldpolitik maßgeblich mithilfe des Leitzinses. Dessen Erhöhung gilt dabei als Standardmittel, um die Inflation zu begrenzen, da hohe Leitzinsen Kredite und damit auch Investitionen verteuern. Dies führt zu einem Rückgang der Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen und damit langfristig zu sinkenden Preisen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.