Datum30.04.2026 12:49
Quellewww.spiegel.de
TLDRIn Bielefeld wurde die Leiche einer 28-Jährigen in einer Kühltruhe entdeckt. Ihr 32-jähriger Freund sitzt nun wegen Verdachts auf Totschlag in Untersuchungshaft. Er hat die Tat gestanden und beruft sich auf Notwehr. Die Obduktion zeigte multiple Verletzungen. Die Beziehung des Paares soll von gegenseitiger Gewalt geprägt gewesen sein.
InhaltIm Fall einer tot aufgefundenen 28-Jährigen in Nordrhein-Westfalen haben die Ermittler einen Tatverdächtigen. Der 32 Jahre alte Freund der Frau soll dieser "multiple Verletzungen" zugefügt haben. Vor knapp drei Wochen haben Ermittler in Bielefeld in einer Kühltruhe die Leiche einer 28-Jährigen entdeckt – nun ist ein 32-Jähriger tatverdächtig. Er sitze bereits wegen des Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Er habe die Tat gestanden und sei der Ansicht, in einer Situation der Notwehr gehandelt zu haben. Den Angaben zufolge wurde der Mann am Dienstag am Hauptbahnhof von Frankfurt am Main festgenommen. Das Opfer war am 12. April von seinem Bruder in einer Kühltruhe in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Gellershagen entdeckt worden. Die Polizei ging von einem Tötungsdelikt aus und hatte bald Hinweise auf den nun festgenommenen Mann ohne festen Wohnsitz. Zunächst war es jedoch nicht möglich, ihn ausfindig zu machen und zu befragen. Der Verdächtige gab demnach an, seine Beziehung zu der Frau sei von gegenseitiger Gewalt geprägt gewesen. Er wurde am Mittwoch einem Haftrichter des Amtsgerichts Bielefeld vorgeführt, der einen Untersuchungshaftbefehl wegen Totschlags erließ. Wie die Ermittler weiter mitteilten, ergab die Obduktion der Leiche des Opfers multiple Verletzungen an Kopf und Oberkörper der Frau. Als Todesursachen kämen Ersticken oder stumpfe Gewalteinwirkung im Halsbereich in Betracht, hieß es.