Datum30.04.2026 12:07
Quellewww.zeit.de
TLDRBrandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner wurde Zeuge eines Brandanschlags auf sein Grundstück. Mutmaßlich haben zwei 25-jährige Bekannte, mit denen er eine nie aktive Firma betrieb, den Schuppen angezündet und ein Hamas-Symbol gesprüht. Büttner nennt dies "größten Verrat" und ist erschüttert, will jedoch weitermachen. Die Ermittlungen laufen wegen eines mutmaßlich antisemitischen Motivs.
InhaltBekannte von Brandenburgs Antisemitismusbeauftragtem werden verdächtigt, einen Brandanschlag auf dessen Grundstück begangen zu haben. Dieser äußert sich erschüttert. Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner hat sich erschüttert über neue Ermittlungserkenntnisse zu einem Brandanschlag auf sein Grundstück geäußert. "Für mich ist das der größte Verrat, den es jemals in meinem Leben gab", sagte Büttner dem Spiegel. Ermittler verdächtigen zwei Bekannte Büttners, den Brandanschlag am 4. Januar begangen zu haben. Zuerst hatte der Tagesspiegel darüber berichtet. Die Männer sollen auf dem Grundstück Büttners in Templin einen Schuppen in Brand gesetzt ein rotes Dreieck auf eine Tür gesprüht haben. Das rote Dreieck gilt als Symbol der als Terrororganisation eingestuften palästinensischen Hamas. Der Staatsschutz hatte daraufhin wegen eines mutmaßlich antisemitischen Motivs ermittelt. Kurz nach dem Anschlag hatte Büttner mit dem ZEITmagazin darüber gesprochen. Er mache trotzdem weiter, weil er sich nicht "von irgendwelchen gewalttätigen Deppen" einschüchtern lasse, sagte er damals. "Und ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir niemals zulassen dürfen, dass Jüdinnen und Juden in diesem Land unsicher sind." Aus der Linkspartei ist Büttner inzwischen ausgetreten, im Streit um die Positionierung der Partei zu Israel. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge handelt es sich bei den jetzt ermittelten Tatverdächtigen um zwei 25 Jahre alte Männer. Bei ihnen gab es Durchsuchungen. Büttner sagte dem Spiegel, dass er die Männer seit 2019 kenne. Er betreibt mit den beiden demnach laut Handelsregister eine Firma. Büttner sagte, dass diese zwar geplant gewesen, aber nie wirklich tätig geworden sei. Die Firma sei "nur eine Hülle" geblieben. Büttner bezeichnete sich als "eine Art Onkel" für die beiden Männer. Zu einem möglichen Motiv der Tatverdächtigen ist nichts bekannt. Büttner selbst sagte dem Tagesspiegel, dass er keine Erklärung dafür habe. Die Frage, ob er selbst etwas von dem Anschlag gewusst habe, verneinte er im Spiegel. "Das ist doch völlig absurd, natürlich nicht", sagte Büttner.