Datum30.04.2026 12:02
Quellewww.zeit.de
TLDRDie islamistische Terrorgruppe JNIM blockiert wichtige Zufahrtsstraßen zur malischen Hauptstadt Bamako. Dies behindert den Verkehr mit Senegal, Elfenbeinküste und Burkina Faso. Die Blockade ist Teil des Widerstands gegen die Militärregierung und folgt auf schwere Angriffe, bei denen auch der Verteidigungsminister getötet wurde. JNIM-Angriffe auf Verkehrswege hatten bereits zuvor zu einer Treibstoffkrise und Schulschließungen geführt.
InhaltIm Kampf gegen die Militärregierung blockiert die islamistische Terrorgruppe JNIM die Verkehrswege zu Malis Hauptstadt Bamako. Ein Rückstau führte bis in den Senegal. Die islamistische Terrorgruppe JNIM hat mit einer Blockade der Verkehrswege zur malischen Hauptstadt Bamako begonnen. Betroffen sind wichtige Verkehrsachsen, die Mali mit dem Senegal, der Elfenbeinküste und Burkina Faso verbinden, berichtete der französische Nachrichtensender RFI. In der senegalesischen Grenzstadt Kidira kam es aufgrund der Blockade zu einem Rückstau. Die Sperre betrifft die Einfahrt in die Hauptstadt, Fahrzeuge dürfen weiterhin die Stadt verlassen. Die Blockade ist Teil des Kampfes der Islamisten gegen die Militärregierung in Mali. Am vergangenen Wochenende kam es außerdem zu einer Angriffsserie in sechs Städten, die erstmals gemeinsam mit den Seperatisten der Gruppe FLA verübt wurden. Bei diesen Angriffen, die als die schwersten seit 2012 gelten, wurde der Verteidigungsminister Sadia Camaro getötet. In dem Konflikt griffen JNIM-Terroristen schon mehrfach Verkehrswege an. Im Oktober und November des vergangenen Jahres kam es durch Angriffe auf Lastwagenkonvois zu einer Treibstoffkrise, die unter anderem zu Schulschließungen führte. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.