Justiz: Fast 1.500 Menschen werden in MV per Haftbefehl gesucht

Datum30.04.2026 11:33

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Mecklenburg-Vorpommern sind derzeit 1.682 Haftbefehle gegen 1.497 Personen offen. Hauptgrund für die Nichtvollstreckung ist, dass die Gesuchten nicht angetroffen werden, da ihr Aufenthaltsort unbekannt ist. Etwa drei Viertel der offenen Haftbefehle betreffen Ausländer, wobei Polen und Georgien die häufigsten Herkunftsländer sind. 84 Haftbefehle beziehen sich auf Gewaltdelikte. Die Zahlen werden von der AfD als alarmierend bezeichnet.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Justiz“. Lesen Sie jetzt „Fast 1.500 Menschen werden in MV per Haftbefehl gesucht“. In Mecklenburg-Vorpommern werden rund 1.500 Menschen per Haftbefehl gesucht. Aktuell liegen 1.682 nicht vollstreckte Haftbefehle gegen 1.497 Menschen vor, wie das Innenministerium auf eine Kleine Anfrage des Vorsitzenden der AfD-Fraktion im Schweriner Landtag, Nikolaus Kramer, antwortete. Dabei betreffen 84 Haftbefehle gegen 83 Personen Gewaltdelikte. "Offene Haftbefehle können typischerweise nicht vollstreckt werden, wenn die Polizei die gesuchte Person nicht antreffen kann", erläuterte das Ministerium. Dies sei der Fall, wenn sich der oder die Gesuchte nicht an der bekannten Meldeadresse aufhalte und ein anderer Aufenthaltsort nicht bekannt sei. Rund drei Viertel aller offenen Haftbefehle (1.134) in MV betreffen den Angaben zufolge Ausländer – möglicherweise haben sich die Verdächtigen aus Deutschland abgesetzt. Kramer bezeichnete die Zahlen als alarmierend. An der Spitze der Herkunftsländer stehen laut Innenministerium Polen mit 364 Personen, gegen die offene Haftbefehle vorliegen, und Georgien mit 107. © dpa-infocom, dpa:260430-930-14699/1