Datum30.04.2026 10:58
Quellewww.spiegel.de
TLDRDer deutsche Arbeitsmarkt verzeichnete im April keine Frühjahrsbelebung. Die Arbeitslosenzahl blieb mit über drei Millionen konstant, ein Rückgang von nur 13.000 gegenüber März, während sie in Vorjahren deutlich stärker sank. Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 6,4 Prozent. Die Nachfrage nach Arbeitskräften stabilisierte sich auf niedrigem Niveau mit 641.000 offenen Stellen. BA-Chefin Nahles sieht noch keine Trendumkehr.
InhaltDie Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hält sich hartnäckig oberhalb der Drei-Millionen-Marke. In den vergangenen Jahren gab es im April meist einen leichten Rückgang. Der bleibt dieses Jahr aus. Die Frühjahrsbelebung am deutschen Arbeitsmarkt ist in diesem Jahr ausgeblieben. Während in den vergangenen drei Jahren der April immer für einen starken Rückgang der Zahl an Arbeitslosen gesorgt hatte, fällt dieser 2026 deutlich schwächer aus. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) teilt mit, dass in diesem Monat weiterhin über drei Millionen Erwerbslose registriert waren. Das sind 13.000 weniger als im März. Im vergangenen Jahr lag der Unterschied von März zu April noch bei 36.000, galt aber sogar damals schon als eher gering. "Eine Trendumkehr am Arbeitsmarkt ist noch nicht in Sicht", sagte BA-Chefin Andrea Nahles. "Die Frühjahrsbelebung fällt auch im April schwach aus." Im Frühjahr kommt es oft durch unterschiedliche Faktoren zu einer Reduktion der Arbeitslosenzahl, weil mit dem Ende der Wintermonate in manchen Branchen wieder mehr gearbeitet wird als zuvor. Das betrifft etwa die Gastronomie, die Landwirtschaft und den Bau. Die Arbeitslosenquote verharrte allerdings bei 6,4 Prozent auf demselben Niveau wie im Vormonat. Die Zahlen zeigen allerdings auch: Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist zumindest nicht mehr signifikant weggebrochen, sondern stabilisierte sich auf niedrigem Niveau. Im April waren bei den Arbeitsagenturen 641.000 offene Stellen gemeldet. Das sind 5000 weniger als vor einem Jahr.