Datum30.04.2026 10:48
Quellewww.spiegel.de
TLDREine 17-Jährige ist nach einem Autounfall in Frankfurt am Main im Krankenhaus gestorben. Sie war mit vier weiteren Jugendlichen im Alter von 17 und 18 Jahren in einem Auto von einer Kaimauer acht Meter tief in ein Hafenbecken gestürzt. Zuvor war bereits ein 18-jähriger Insasse verstorben. Drei weitere Insassen konnten sich selbst retten. Die Ermittlungen gehen von einem Unfall aus, es gibt keine Hinweise auf Fremdeinwirkung, technische Defekte oder Alkoholisierung.
InhaltEin Auto mit fünf jungen Menschen stürzte vor knapp einer Woche in Frankfurt am Main acht Meter tief in ein Hafenbecken. Nun ist nach einem 18-Jährigen auch eine Jugendliche tot. Nach dem schweren Autounfall im Frankfurter Osthafen ist nun auch das zweite aus dem Main geborgene Opfer gestorben. Das gaben die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Frankfurt am Main bekannt. Die 17-Jährige starb demnach am Mittwochabend im Krankenhaus. Ein 18 Jahre alter Insasse des verunglückten Fahrzeugs war bereits einen Tag nach dem Unfall im Krankenhaus gestorben. Insgesamt fünf junge Menschen im Alter von 17 und 18 Jahren waren am 24. April in einem Fahrzeug unterwegs und auf das Gelände des Osthafens geraten. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei fuhr der Wagen auf das Hafenbecken zu, durchbrach ein dort angebrachtes Schutzgitter und stürzte anschließend von der rund acht Meter hohen Kaimauer vornüber in das Nordbecken. Drei der Insassen konnten sich vor dem Eintreffen von Polizei und Feuerwehr bereits eigenständig aus dem Fahrzeug befreien. Die zwei inzwischen Verstorbenen befanden sich noch im Auto und mussten von Tauchern der Feuerwehr befreit werden. Es gebe keine Hinweise darauf, dass weitere Fahrzeuge an dem Geschehen beteiligt waren, hieß es am Donnerstag. "Die Ermittler gehen weiterhin von einem Unfallgeschehen aus." Von weiteren Zeugen und einem Gutachter erhoffen sich die Behörden "ergänzende Erkenntnisse" zum Unfallhergang. "Zum aktuellen Zeitpunkt liegen weder Hinweise auf einen technischen Defekt noch auf eine Beeinträchtigung des Fahrzeugführers durch etwaige Betäubungsmittel oder Alkohol vor", hieß es. Unabhängig davon wurde noch in der Unfallnacht eine Blutentnahme durchgeführt. Die Ermittlungen, die wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung geführt werden, dauern an.