Brauchtum: Bier für den Hofer Schlappentag kommt ab 2027 aus Sachsen

Datum30.04.2026 09:40

Quellewww.zeit.de

TLDRAb 2027 wird das traditionelle Hofer Schlappenbier nicht mehr in Hof, sondern in Neuensalz (Sachsen) gebraut. Der Grund ist die geplante Schließung der Hof-Brauerei Scherdel Ende 2026 aus wirtschaftlichen Gründen. Obwohl eine lokale Brauerei ebenfalls Interesse bekundet hatte, hält die PSSG an der bisherigen Partnerschaft fest. Man ist zuversichtlich, dass die Qualität des Bieres erhalten bleibt. Der Hofer Schlappentag ist ein historisches Schützenfest und seit 2019 Immaterielles Kulturerbe.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Brauchtum“. Lesen Sie jetzt „Bier für den Hofer Schlappentag kommt ab 2027 aus Sachsen“. Das Hofer Schlappenbier kommt bald nicht mehr aus Hof. Die Veranstalter des Schlappentags wollen an der Zusammenarbeit mit der Scherdel-Brauerei festhalten, obwohl deren Standort Hof Ende 2026 aus wirtschaftlichen Gründen schließen soll. Das Bier für den Schlappentag soll dann in Neuensalz im sächsischen Vogtlandkreis gebraut werden. Die Privilegierte Scheiben-Schützen-Gesellschaft in Hof (PSSG) als Veranstalterin des Schlappentags erklärte, man habe sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Zumal eine in Hof ansässige Brauerei sich ebenfalls beworben hatte, das spezielle Bier künftig einzubrauen. Man sei überzeugt, dass das Schlappenbier auch künftig trotz des neuen Brauorts den hohen Ansprüchen genügen werde, hieß es. Der Hofer Schlappentag ist eines der ältesten Schützen- und Handwerkerfeste Deutschlands. Gefeiert wird jedes Jahr eine Woche nach dem Pfingstmontag - heuer also am 1. Juni. Neben einem Schützenwettbewerb und einem großen Umzug gehört das speziell für diesen Tag eingebraute Schlappenbier zu den traditionellen Elementen des Festes. Der Hofer Schlappentag ist seit 2019 Immaterielles Kulturerbe. Im vergangenen Herbst hatte die Kulmbacher Gruppe als Eignerin von Scherdel bekanntgegeben, den Standort Hof aufzugeben. Ende 2026 soll die traditionsreiche Braustätte schließen. Ein wirtschaftlicher Betrieb sei nicht mehr möglich, hatte es geheißen. Kulmbacher hatte Scherdel 2003 nach einer Insolvenz der Scherdel Privatbrauerei übernommen. Der Bierkonsum geht in Deutschland schon seit Jahren zurück. Zugleich steigen die Rohstoffpreise. Das setzt viele Brauereien unter Druck. © dpa-infocom, dpa:260430-930-13934/1