China-Konkurrenz, US-Zölle: VW-Gewinn bricht im ersten Quartal um 28 Prozent ein

Datum30.04.2026 08:47

Quellewww.spiegel.de

TLDRDer VW-Konzern verzeichnete im ersten Quartal einen Gewinnrückgang von 28,4 % auf 1,56 Milliarden Euro. Hauptursachen sind geopolitische Spannungen, Handelsbarrieren sowie starker Wettbewerb. Insbesondere die Verkaufszahlen in China und den USA sind rückläufig, was die weltweiten Auslieferungen um 4 % senkte. Auch die Tochtergesellschaften Porsche und Traton meldeten deutliche Gewinnrückgänge.

InhaltKriege, die Konkurrenz aus China und die Zölle in den USA setzen dem VW-Konzern weiter zu: Der Gewinn ist im ersten Quartal erneut deutlich gesunken. Der Volkswagen-Konzern ist mit einem erneuten Gewinnrückgang ins Jahr 2026 gestartet. In den Monaten Januar bis März ging das Konzernergebnis nach Steuern um 28,4 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro zurück, wie Europas größter Autobauer in Wolfsburg mitteilte. Im ersten Quartal 2025 hatte VW unterm Strich noch 2,19 Milliarden Euro verdient. Das waren damals bereits 41 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz schrumpfte um 2,5 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro. Die operative Umsatzrendite lag mit 3,3 Prozent noch einmal niedriger als vor einem Jahr (3,7 Prozent ). "Kriege, geopolitische Spannungen, Handelsbarrieren, verschärfte Regulatorik und ein harter Wettbewerb sorgen für Gegenwind", sagte Konzernchef Oliver Blume laut Mitteilung. Der VW-Konzern leidet unter schwachen Verkaufszahlen vor allem in China und den USA. Weltweit drückte das die Zahl der Auslieferungen im Konzern in den Monaten Januar bis März auf nur noch 2,05 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken – vier Prozent weniger als im Jahr zuvor. Vor allem in China und Nordamerika gingen die Auslieferungen zurück. Zuwächse in Europa konnten das nicht ausgleichen. Belastet wurde das Konzernergebnis auch durch die schwachen Zahlen, die Porsche am Vorabend vorgelegt hat. Von Januar bis März ging der Gewinn des Sportwagenbauers nach Steuern um fast ein Viertel zurück. Auch die Lkw-Tochter Traton mit den Marken MAN und Scania hatte wegen hoher Sondereffekte bereits einen massiven Gewinneinbruch gemeldet.